Dornwarzen

Die Dornwarze ist eine der häufigsten Warzenarten.

Sie kann auch überdurchschnittlich starke Schmerzen verursachen - vor allem beim Gehen und Stehen.

Die Vereisung von Dornwarzen ist inzwischen eine gängige Methode - doch ist sie auch wirksam?

In diesem Artikel erfahren Sie

  • was Dornwarzen sind
  • wodurch sie verursacht werden und wie sie entstehen
  • wo und wie Sie sich mit Dornwarzen anstecken
  • wie Sie Dornwarzen vorbeugen können
  • ob das Vereisen von Dornwarzen wirksam und effektiv ist
  • welche Alternativen es zum Vereisen gibt

Dornwarzen können einen langen Stachel, den sogenannten Dorn, ausbilden, der die Entfernung der Dornwarze zusätzlich erschwert. Deswegen ist es umso wichtiger, rechtzeitig mit einer effektiven Therapie zu beginnen.

Falls klar ist, dass es sich bei Ihrer Warze um eine Dornwarze handelt, müssen Sie dazu noch nicht einmal zum Hausarzt gehen. Vor allem mit der Vereisen-Methode steht eine einfach anwendbare Therapie zur Verfügung. Die können Sie bequem von zu Hause aus durchführen und ist zudem ziemlich effektiv.

Was sind Warzen eigentlich?

Warzen entstehen durch eine Infektion der Haut mit einem Viruserreger. In den meisten Fällen ist der Übeltäter ein Virus aus der Familie der humanen (also menschlichen) Papilloma Viren (HPV). Zu dieser Familie gehören viele unterschiedliche Viren, die der Einfachheit halber einfach durchnummeriert werden, also HPV 1, HPV 2, etc.

Gibt es unterschiedliche Arten von Warzen?

Ja, es gibt viele unterschiedliche Warzenarten, und das Interessante ist, dass die unterschiedlichen Warzenarten auch von unterschiedlichen HP-Viren verursacht werden. Folgende Tabelle gibt einen guten Überblick über die unterschiedlichen Warzentypen, wie sie aussehen, an welchen Stellen sie vorkommen und durch welche Viren sie verursacht werden:

TypMerkmaleVorkommenViren
vulgäre WarzenOberfläche glatt, später höckerigEinzeln oder in Gruppen, meist an freien Hautpartien wie Gesicht, Hände und FüßenHPV 2,4, 26, 28
plane Warzensehr flach, bräunlich und/oder hautfarbenOft bei Jugendlichen und Kindern, meist am Handrücken oder im GesichtHPV 3, 10 und 27;
gestielte WarzenGestieltbesonders häufig am Hals 
PlantarwarzenMit langen Zapfen in die Tiefe, sogenannte „Dornen“An den Fußsohlen, seltener auch an den Handtellern, sehr schmerzhaft beim GehenHPV 1,2 und 4
Mosaikwarzenoberflächlicher als DornwarzenAn den Fußsohlen 
Feigwarzen (= spitze Kondylome)Papeln rosafarben, später dann blumenkohlartigIm Anal- und Genitalbereich, Achtung: maligne Entartung möglich, AnsteckungsgefahrHPV 6, 11, 40 und 42
DellwarzenPapeln, meist mittige Eindellungfast nur bei Kindern;Virus aus der Pockengruppe

 

Was ist eine Dornwarze?

Die Dornwarze (lateinisch Verrucae plantares), auch Plantarwarze genannt, wird also durch die HP-Viren 1, 2 und 4 verursacht.

Wie die Mosaikwarzen kommen sie hauptsächlich an den Fußsohlen vor. Nur selten erscheinen sie auch mal in der Handinnenfläche. Im Gegensatz zu den Mosaikwarzen, die nur oberflächlich an der Fußsohle entstehen, bilden Dornwarzen den für sie charakteristischen Dorn aus. Dieser Dorn kann weit in die Tiefe reichen und macht die Entfernung der Dornwarze so schwierig. Desweiteren ist sie deutlich schmerzhafter als vergleichbare Mosaikwarzen an der Fußsohle, vor allem beim Gehen und Auftreten mit dem betroffenen Fuß. Oftmals kann man die Dornen der Warze auch gut mit den Händen tasten.

Wie bekommt man eine Dornwarze?

Die Virenerreger der Dornwarze werden hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen wie in folgendem Beispiel erläutert.

  1. Peter hat seit einiger Zeit eine Dornwarze am Fuß, die zuletzt auch ein bisschen geblutet hat. Am Samstag ist er mit seinen Freunden im Hallenbad und hat seine Badeschuhe vergessen.
  2. Er läuft barfuß über den Boden im Schwimmbad und verteilt dadurch die Viren auf dem Boden.
  3. Auch Sabine hat ihre Badeschuhe vergessen und läuft zufälligerweise im Schwimmbad direkt hinter Peter.
  4. Da Sabine seit längerer Zeit trockene und spröde Haut an den Füßen hat, bestehen an ihrer rechten Fußsohle kleine kaum spürbare Verletzungen der Hautoberfläche. Durch diese Mikro-Verletzungen gelangen die Viren, die aus Peters Warze stammen, in die Fußsohle von Sabine.
  5. Die Infektion an Sabines Fußsohle bleibt zunächst unbemerkt. Es kann noch mehrere Wochen bis Monate dauern, bis sich eine sichtbare und spürbare Warze an Sabines Fuß entwickelt hat.
  6. Tatsächlich bemerkt Sabine nach acht Wochen, dass sich an Ihrem Fuß eine Warze gebildet hat und wundert sich, woher diese Dornwarze denn auf einmal kommt.

Wie kann ich die Dornwarze wieder entfernen?

Sobald man eine Dornwarze bemerkt, empfiehlt es sich, möglichst schnell eine Behandlung der Warze zu beginnen. Denn mit zunehmendem Alter kann der Dorn der Dornwarze immer weiter in die Tiefe des Fußes wachsen. Die erforderliche Behandlung wird dann immer aufwendiger, dauert länger und ist schmerzhafter.

Neben Hausmitteln, die in einigen Fällen durchaus hilfreich sein können, und der allgemeinen Stärkung des Immunsystems kommen vor allem folgende beide Methoden zum Entfernen der Dornwarze in Frage:

  1. Bei der Vereisungsmethode wird die Dornwarze auf Temperaturen bis -80° Celsius heruntergekühlt. Dadurch sterben nicht nur die Warzenviren, sondern auch die Warzenzellen ab, die mit den Warzenviren infiziert sind.
  2. Bei den säurehaltigen hornhautlösenden Mitteln wie Salicylsäure und Trichloressigsäure wird die Haut samt Warze aufgeweicht, so dass sie sich nach und nach ablöst. Unter der Warze bildet sich neue Haut, bis die Warze schließlich abgestoßen wird und abfällt.

Kryotherapie - Dornwarze vereisen

Das Vereisen der Dornwarze wird auch Kryotherapie (Kryo=Kälte) bezeichnet.

Das Vereisen von Warzen ist besonders erfolgreich bei Dornwarzen und Dellwarzen. Manchmal wird Sie auch bei Feigwarzen vom Hautarzt eingesetzt.

Das Vereisen von Warzen ist schon seit langer Zeit durch den Hautarzt möglich. Seit einiger Zeit kann man aber durch geeignete im Handel erhältliche Produkte das Vereisen der Dornwarze auch von zu Hause aus durchführen.

Beim Vereisen werden folgende Temperaturen erreicht:

  • beim Hautarzt Temperaturen bis -190°Celsius
  • bei Vereisungs-Produkten (Dimethylether und Propan) der ersten Generation bis -50° Celsius
  • bei Vereisungs-Produkten (Distickstoffmonoxid) der zweiten Generation bis -80° Celsius

Wie ist das Vorgehen beim Vereisen der Dornwarze?

Es gibt zum einen Vereisungssprays, mit denen die Warze besprüht werden kann, zum anderen gibt es auch sogenannte Stifte, mit denen das Kältemittel auf die Warze aufgebracht werden kann. Beide Versionen sind einfach in der Anwendung, beachten Sie einfach die konkreten Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts.

Die Vereisungsmethode ist so effektiv, dass meist schon eine Anwendung ausreicht, um die Warze vollständig und nachhaltig zu entfernen. Bei schwierigen hartnäckigen Warzen kann die Vereisung bis zu dreimal im Abstand von jeweils zwei Wochen durchgeführt werden. Sollte die Warze danach immer noch nicht abgeheilt sein, ist ein Termin bei Ihrem Hautarzt angesagt.

Dornwarze entfernen mit säurehaltigen hornhautlösenden Mitteln

Die zweite gute Möglichkeit, Dornwarzen selbst zu behandeln, ist die Verwendung von säurehaltigen Mitteln. Auf dem Markt sind drei unterschiedliche Wirkstoffe:

  1. Salicylsäure: die Wirkung ist am besten wissenschaftlich belegt. Die Anwendung geschieht in Form eines Pflasters, eines Gels oder einer wässrigen Lösung. Sie führt zur Aufweichung und Ablösung der Hornhaut inclusive der Warze.
  2. Trichloressigsäure: hat eine ähnliche Wirkung wie Salicylsäure.
  3. Ameisensäure: wirkt schonender als die beiden zuvor genannten Wirkstoffe. Die Ameisensäure trocknet die Warze eher von innen heraus aus, so dass die ausgetrocknete Warze dann vom Körper abgestoßen wird und abfällt. Vorteil bei diesem Wirkstoff: er muss nur einmal wöchentlich aufgetragen werden.

Bei der Anwendung der säurehaltigen Mittel müssen Sie aufpassen, dass die gesunde Haut im Bereich um die Warze nicht mit den ätzenden Wirkstoffen in Berührung kommt. Am besten verwenden Sie hierzu Vaseline. Die Vaseline tragen Sie bitte um die Warze herum auf, so dass sie eine Art Begrenzungswall für den ätzenden Wirkstoff bildet. Damit ist sichergestellt, dass Ihre gesunde Haut keinen Schaden nimmt.

Welche Produkte gibt es?

Trotz der geringen Anzahl an unterschiedlichen Wirkstoffen gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl an Produkten auf dem Markt. Ich habe Ihnen zu jedem Wirkstoff ein Produkt rausgesucht, welches bei Amazon erhältlich ist.

Fazit

Dornwarzen entstehen durch Humane Papillom Viren, die durch Schmierinfektion übertragen werden. Die Dornwarze wird meist erst mehrere Wochen oder Monate nach der Infektion sichtbar und spürbar. Um zu verhindern, dass die Dornwarze einen langen Stachel ausbilden kann, sollten Sie möglichst schnell mit der Therapie beginnen. Besonders die Vereisungstherapie, aber auch die hornhautlösende Therapie mit säurehaltigen Wirkstoffen, haben sich dabei als einfach anzuwenden und dennoch wirksam herauskristallisiert.

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