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Schöllkraut – ein wirksames Naturheilmittel gegen Warzen?

Möchtest Du deine Warze mit einem besonders wirksamem pflanzlichem Mittel behandeln?

Dann bist Du hier genau richtig. Denn Schöllkraut erfüllt genau diese Beschreibung.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Grundlegendes über die Heilpflanze Schöllkraut
  • wie du Schöllkraut zur Behandlung deiner Warze einsetzen kannst
  • welche Eigenschaften des Schöllkrauts bei der Bekämpfung deiner Warze nützlich sind
  • wie oft und wie lange Du Schöllkraut anwenden solltest
  • wie du eine Schöllkraut-Tinktur selbst herstellen kannst
  • welche Schöllkraut-Produkte zur Warzenentfernung geeignet sind
  • weitere pflanzliche und sonstige Methoden zur Behandlung von Warzen

Schöllkraut – eine altbewährte Heilpflanze

Schöllkraut ist eine Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden gegen unterschiedlichste Beschwerden eingesetzt wird. Heutzutage ist es aufgrund seiner krampflösenden Wirkung immer noch in Mitteln wie beispielsweise Iberogast enthalten.

Am bekanntesten ist es jedoch für seine erstaunlich gute Wirksamkeit gegen Warzen. Genauer gesagt ist es der orange-gelbliche Milchsaft der Pflanze, der so erfolgreich zur Bekämpfung von Warzen eingesetzt werden kann. Umgangssprachlich wird es deshalb auch ganz einfach Warzenkraut genannt.

Botanik

Schöllkraut (Chelidonium majus) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Die Staude - auch Goldwurz oder Goldkraut genannt - kann bis etwa einen Meter hoch werden.

Ihre Stängel sind kaum behaart und verzweigen sich gerne. Man kann Schöllkraut sehr gut an seinen auffällig goldgelben Blüten erkennen.

Bekannt ist das Goldkraut durch seinen Einsatz als Heilpflanze. Schon in der Antike hat man sie bei unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt.

Der gelbliche Milchsaft tritt beim Knicken der Pflanze aus und wirkt

  • gegen Warzen
  • gegen Schmerzen (bei äußerlicher Anwendung)
  • sowie gegen Krämpfe (bei innerer Anwendung).

Wo wächst Schöllkraut?

Das Warzenkraut kann man auf vielen Wiesen und Äckern, aber auch an den Rändern von Wald- oder Feldwegen finden. Auch in der Nähe von menschlichen Siedlungen und im heimischen Garten fühlt es sich sehr wohl, wird aber oftmals als Unkraut verkannt und von den Menschen herausgerissen.

Es wächst ursprünglich in Europa und Asien, wurde aber auch nach Nordamerika eingeführt, wo es sich stark verbreitet hat.

Wirkstoffe des Schöllkrauts

Die wirksamen Stoffe im Schöllkraut sind zum einen unterschiedliche Alkaloide, zum anderen mehrere Säuren.

Alle Wirkstoffe kommen nicht nur in den Blättern der Pflanze, sondern auch in den Stängeln und sogar in den Blüten vor. Am konzentriertesten sind die Wirkstoffe jedoch in den Wurzeln.

Die wichtigsten Alkaloide, die bis zu ein Prozent aller Inhaltsstoffe ausmachen, sind:

  • Coptisin
  • Chelidonin
  • Sanguinarin
  • Berberin
  • Chelerythrin
  • Spartein
  • Chelidoxanthin
  • Sanguinarin

Die bedeutendsten Säuren im Wirkstoffprofil des Schöllkrauts sind:

  • Apfelsäure
  • Bernsteinsäure
  • sowie diverse Abkömmlinge der Kaffeesäure

Einsatzgebiete von Schöllkraut

Schöllkraut wird in der Volksmedizin zur Abheilung von Warzen, z.B. bei Dornwarzen oder Stielwarzen, eingesetzt. Nicht umsonst nennt man es umgangssprachlich auch Warzenkraut. Weitere Wirkungen und Eigenschaften des Mohngewächses sind:

  • Die Heilpflanze wirkt antiviral, also insbesondere auch gegen die Warzenviren.
  • Sie wirkt zellteilungshemmend (=schwach zytotoxisch), das bedeutet: die Warzenzellen werden an der Zellteilung gehindert, so dass die Warze nicht mehr wachsen kann. Zellteilung ist aber nicht nur für Wachstum notwendig, sondern auch zur „Regeneration“ bzw. Erneuerung. Und wenn sich die Warzenzellen nicht mehr erneuern können, sterben sie schließlich ab und mit ihnen die Warze selbst.
  • Die Pflanze wirkt antibakteriell, antimykotisch und entzündungshemmend, also gegen Bakterien, Pilze und Viren.
  • Bei innerer Anwendung wirkt das Goldkraut krampflösend, so dass die Heilpflanze neben dem Einsatz gegen Warzen auch bei Magen-Darm sowie bei Gallen-Beschwerden als Heilpflanze Verwendung findet.
  • Das Kraut wirkt als schwaches Schmerzmittel.
Die gute Wirksamkeit gegen Warzen beruht gleichermaßen auf dessen antiviralen sowie zellteilungshemmenden Eigenschaften. Es werden also zum Einen die Warzenviren bekämpft, zum anderen werden die Warzenzellen daran gehindert sich weiter zu verteilen – das Wachstum der Warze wird also verhindert.

Von der innerlichen Anwendung wird mittlerweile bei Menschen mit geschwächter oder kranker Leber abgeraten. Denn die Alkaloide könnten - in hoher Dosis - leberschädigend wirken. Allerdings nur bei Einnahme des Mittels - die äußere Anwendung ist völlig unproblematisch.

Schöllkraut-Tinktur selbst herstellen

Früher hat man den Milchsaft der Pflanze direkt auf die Warze aufgetragen. Es war darauf zu achten, dass das die Pflanze zur Blütezeit (Mai-Oktober) geerntet wurde. Denn zur Blütezeit sind die Wirkstoffe der Heilpflanze, die Alkaloide, am stärksten konzentriert. In der Wurzel ist die Wirkstoffkonzentration sogar noch höher als im Rest der Pflanze.

Falls Schöllkraut sogar in Ihrem Garten wächst, können Sie auch selbst eine Tinktur auf Vorrat herstellen.

  • Verwenden Sie hierzu die gesamte Pflanze mit Stiel, Blätter, Blüten und sogar Wurzel.
  • Zerkleinern Sie einfach die Pflanzenteile und legen diese für mindestens 4 Wochen in hochprozentigem Alkohol (z.B. Wodka) ein.
  • Alternativ können Sie auch Apfelessig anstatt Alkohol als Lösungsmittel verwenden.

Warzen

Warzen sind Wucherungen des Epithelgewebes, welches sich in der Unterhaut befindet. Sie werden durch Viren verursacht, die zur Familie der Humanen Papillomaviren gehören.

Die Viren sind hochansteckend und verbreiten sich über direkten Kontakt oder über Schmierinfektion. Sie durchdringen die oberste Hautschicht und können so in das Epithelgewebe der Haut gelangen. Dort infizieren sie die Epithelzellen, die daraufhin beginnen, zu wuchern.

Es gibt viele unterschiedliche Viren, die auch unterschiedliche Arten von Warzen verursachen. So gibt es

  • Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgaris), die v.a. an Händen und Füßen vorkommen
  • Dornwarzen (Verrucae plantares) an den Fußsohlen
  • Flachwarzen (Verrucae planae juveniles), die vor allem junge Menschen an Gesicht oder Händen betreffen
  • Pinselwarzen (Verrucae filiformes), die vor allem an Hals und im Gesicht auftreten
  • Mosaikwarzen (Mosaci verruca) an den Fußsohlen
  • Dellwarzen (Mollusca contagiosa), die durch ein Pockenvirus verursacht werden und vor allem Kinder betreffen
  • Genitalwarzen (Condylomata acuminata)

Die Zeit von der eigentlichen Ansteckung bis zum Sichtbarwerden der Warze kann mehrere Monate dauern. In einigen Fällen verschwinden Warzen von selbst wieder. Doch je älter die Warze ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie von selbst wieder verschwindet.

Deswegen ist es ratsam, eine Behandlung so früh wie möglich zu beginnen. Eine junge frische Warze lässt sich nämlich viel einfacher und schneller entfernen als eine ältere Warze, die evtl. bereits größere Verhornungen aufweist oder (im Falle von Dornwarzen) bei der der Stachel bereits in die Tiefe gewachsen ist.

Schöllkraut gegen Warzen

Anwendung

Sie müssen sich nicht mehr wie früher auf die Suche nach der Heilpflanze machen, denn Schöllkraut ist entweder als Tinktur oder noch besser als Creme (Warzenkrautcreme) im Handel erhältlich. Die Tinktur bzw. die Creme tragen Sie am besten mehrmals (bis zu dreimal) täglich auf die Warze auf.

Bei der Tinktur wartet man am besten einige Minuten, bis sie eingezogen und getrocknet ist. Nach dem Auftragen der Creme empfehle ich, ein Pflaster darüber zu kleben oder einen kleinen Verband anzulegen. Dann kann die Creme über längere Zeit einwirken.

Wirksamkeit und Erfahrungen

Schöllkraut ist neben Teebaumöl eines der wirksamsten Naturheilmittel gegen Warzen.

Oft sprechen die Warzen erstaunlich schnell innerhalb von einigen Tagen auf die Behandlung des nur leicht ätzenden Schöllkrauts an. Die Anwendung sollte für optimale Ergebnisse aber sehr regelmäßig sein. In hartnäckigeren Fällen müssen Sie ein bisschen mehr Geduld aufbringen.

Die Behandlung von Warzen mit Schöllkraut ist damit eine schonende Alternative zu den deutlich aggressiveren Behandlungsmethoden wie Vereisen von Warzen und Hornhautlösung durch säurehaltige Wirkstoffe.

Verlauf und Dauer der Behandlung

Das Auftragen der Schöllkraut-Tinktur bzw. Creme sollte täglich über mehrere Tage bis Wochen erfolgen.

Meist kommt es nach einiger Zeit zu einer schwärzlichen Verfärbung der Warze. Es handelt sich hierbei um abgestorbenes Warzengewebe. Die Schwarzfärbung deutet also darauf hin, dass die Wirkung einsetzt und ist deshalb ein gutes Zeichen.

Falls nach etwa vier bis sechs Wochen noch keine Anzeichen einer Verbesserung erkennbar sind, sollten sie in Erwägung ziehen, ob Sie nicht doch auf eine aggressivere Alternative zurückgreifen wollen.

Vor allem das Vereisen sowie die Hornhautlösung durch säurehaltige Substanzen sind wirksame Alternativen und können auch selbständig von zu Hause aus durchgeführt werden.

Schöllkraut-Produkte

Schöllkraut kann in unterschiedlichen Formen eingesetzt werden:

  • als Creme oder als Salbe
  • als Tinktur

Die Anwendung als Tinktur ist ein bisschen einfacher, da die Tinktur innerhalb weniger Minuten einzieht. Die Creme oder Salbe kann dagegen dicker aufgetragen werden. Das ist zwar etwas umständlicher, weil Sie dann einen Verband oder ein Pflaster anlegen müssen. Dafür kann die Creme aber längere Zeit einwirken und ist deswegen effektiver.

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  • Warzenkraut, ist der volkstümliche Name der Celidonia. Sie erhielt ihn, wegen ihrer Wirkungsweise bei Verhornungen der Haut
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  • Das Schöllkraut[1] (Chelidonium majus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Chelidonium der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
  • Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden.[5] Die wichtigsten sind Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein, Chelidoxanthin und Sanguinarin.
  • In der Volksmedizin wird der Saft der Pflanze äußerlich bei Hautkrankheiten wie Warzen[9] verwendet, entweder nativ oder als Salbe ("Glaucionsalbe", lateinisch auch "Glaucina"[10]). Als Wirkprinzip werden eiweißauflösende (proteolytische) und antivirale Mechanismen diskutiert.
  • Dioskurides und Plinius berichteten, dass die Schwalben mit dem Saft des Chelidonion ihre erblindeten Jungen heilen. Der mit Honig vermischte Saft des "großen Chelidonium" galt als Mittel gegen "Verdunkelung der Augen". Die Wurzel sollte, wenn sie gekaut wurde, Zahnschmerz lindern. Mit Weißwein und Anis wurde sie zur Behandlung von Gelbsucht (vgl. Signaturenlehre) eingenommen.
  • NON-GMO, Glutenfrei,Sojafrei, Vegetarisch,Vegan

Alternativen zur Warzenentfernung

Der Einsatz von Schöllkraut ist nur eine von zahlreichen Methoden zur Entfernung von Warzen. Am häufigsten kommen folgende Mittel und Therapien zum Einsatz:

  • Säurehaltige Mittel unterschiedlicher Stärker, welche die Hornhaut der Warze Schicht für Schicht abtragen
  • Pflanzliche Mittel mit antiviralen und immunstimulierenden Eigenschaften
  • Kältetherapie (Kryotherapie) mit Flüssigstickstoff (beim Hausarzt) oder Vereisungssprays für zu Hause
  • Vitamine – vor allem Vitamin A, C und D – zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems
  • Entfernung beim Hautarzt durch einen chirurgischen Eingriff oder Laserbehandlung

Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Die pflanzlichen Mittel wie Teebaumöl, Aloe Vera, Rizinusöl oder Propolis sind besonders schonend, müssen deswegen trotz täglicher Anwendung meist ein bisschen länger eingesetzt werden, bis die Warze komplett verschwunden ist.
  • Die säurehaltigen Mittel gibt es in unterschiedlicher Stärke. Sie sind zwar wirksamer, aber auch aggressiver und man muss deshalb aufpassen, dass man seine gesunde Haut nicht verätzt.
  • Die Vereisungsmethode ist besonders einfach in der Anwendung. Sie muss aber meistens auch häufiger wiederholt werden, bis die Warze komplett verschwunden ist.

Das Schöllkraut kann man von seiner Wirkung her zwischen den schonenden pflanzlichen Mitteln und den säurehaltigen Mitteln einordnen.

Denn Schöllkraut enthält - im Gegensatz zu den anderen pflanzlichen Mitteln - selbst (schwache) Säuren und hat damit einen ähnlichen Effekt wie die säurehaltigen Warzenmittel aus der Apotheke.

Fazit

Schöllkraut ist eine Pflanze, die schon seit der Antike für ihre heilenden Eigenschaften bekannt ist und eingesetzt wird.

Durch die antiviralen und zytotoxischen Eigenschaften des gelblichen Milchsafts eignet sich das Schöllkraut hervorragend zur äußerlichen Anwendung bei Warzen.

Wenn man nicht selbst eine Tinktur ansetzen möchte, kann man auf Schöllkrauttinkturen oder Schöllkrautcremes zurückgreifen, um seine Warze zu behandeln.

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1 Kommentar
Wie bekommt man Warzen weg – schnell und effektiv? - Hilfe bei Warzen sagt

[…] Schöllkraut ist eine Heilpflanze, die sehr weit verbreitet ist und bei unterschiedlichsten Hauterkrankungen eingesetzt wird. Ihre Wirkung ist antibakteriell, antimykotisch, vor allem aber auch antiviral. Des Weiteren ist sie ätzend – ähnlich wie die Warzenmittel aus der Apotheke. Aufgrund ihrer guten Wirksamkeit gegen Warzen wird sie auch Warzenkraut genannt. Sie können den Milchsaft aus dem Stängel direkt auf die Warze auftragen oder selbst eine Tinktur herstellen. Hierzu zermahlen Sie die Blätter, Stängel und Wurzel der Pflanze und legen es in einer alkohholhaltigen Lösung ein. Nach einer Woche ist die Tinktur zum Einsatz bereit. Am höchsten ist die Konzentration der Wirkstoffe während der Blütezeit. […]

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