Stielwarzen entfernen – Kosten unterschiedlicher Therapien

Stielwarzen entfernen – Kosten unterschiedlicher Therapien

Hast du eine Stielwarze?

Du möchtest sie entfernen lassen…

…weißt aber nicht, welche Kosten auf dich zukommen?

Dann solltest du unbedingt weiterlesen…

In diesem Artikel erfährst du

  • wie dein Hautarzt deine Stielwarze entfernen kann
  • wie teuer die Rechnung des Hautarztes ausfallen kann
  • in welchen Fällen die Kosten von der Krankenkasse bezahlt werden
  • wie du deine Stielwarze auf günstige Art und Weise selbst eliminieren kannst
  • wie hoch die Preise der Produkte zum Selbstentfernen sind
  • Hintergrundwissen über Stielwarzen
Kurzfassung:

Falls Du dir deine Stielwarze beim Hausarzt entfernen lassen möchtest, kannst du mit Kosten zwischen 35 Euro (chirurgischer Eingriff ohne Betäubung) und 60 Euro (Entfernung mittels Laser incl. Betäubung) rechnen – für eine Stielwarze. Diese Kosten musst du in den meisten Fällen selbst bezahlen.

Zur Selbstentfernung gibt es zwei wirksame Methoden: Vereisen der Warze und Abbinden der Warze mit Gummibändern. Diese Verfahren sind deutlich günstiger und kosten 15 Euro (Vereisen-Methode) bzw. 20 Euro (Gummiband-Methode). Man kann damit auch mehrere Warzen auf einmal beseitigen.

Wie der Hautarzt Stielwarzen entfernt

Dem Hautarzt stehen folgende Methoden zur Entfernung von Stielwarzen zur Verfügung (1):

  1. Elektrokoagulation
  2. Lasertherapie
  3. Operative Entfernung

Die Elektrokoagulation wird auch elektrische Verschorfung genannt. Bei dieser Methode wird das Fibrom mittels Hochfrequenzstrom zerstört. Hierzu wird sie mit einer Metallkugel verbunden, durch die dann hochfrequenter Strom fließt. Dadurch kommt es zum Erhitzen der Warze und einer Schorfbildung. Die Warze fällt schließlich ab (2).

Die Lasertherapie nennt man im Gegensatz zur Elektrokoagulation auch Lichtkoagulation. Als erstes wird der Arzt das zu entfernende Fibrom mittels einer kleinen Injektion lokal betäuben. Anschließend wird sie mit einem Laserstrahl einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Durch die Umwandlung der Lichtenergie in Wärme kommt es zum Verbrennen der Stielwarze.

Bei der operativen Entfernung werden die Stielwarzen – ebenfalls unter örtlicher Betäubung – mit einer chirurgischen Schere, einem Skalpell oder dem sogenannten scharfen Löffel beseitigt.

Welche Methode du bevorzugst, ist letztlich Geschmackssache. Alle drei Verfahren haben quasi eine hundertprozentige Erfolgsquote.

Ich persönlich würde dir zu dem Laserverfahren raten, wenn du mindestens drei Stielwarzen auf einmal entfernen lassen möchtest. In diesem Falle hast du ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, da der Preis für das zweite und folgende Fibrome deutlich günstiger ist als für das erste Fibrom.

Was kostet die Stielwarzen-Entfernung beim Hautarzt?

Generell möchte ich bemerken, dass die Preise von Hautarzt zu Hautarzt variieren können. Zwar sind Ärzte an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden. Dies gilt jedoch nicht für private Leistungen.

Die Entfernung von Stielwarzen ist in den allermeisten Fällen medizinisch nicht notwendig, sondern geschieht aus ästhetischen oder kosmetischen Gründen. Deswegen zählt die Behandlung zu den privaten Leistungen, die nicht unter die Gebührenordnung fallen.

Nun aber zu den Preisen:

  1. Die Elektrokoagulation scheint mittlerweile nur noch selten Anwendung zu finden. Meine Recherche für Elektrokoagulation im Allgemeinen, wie sie beispielsweise auch zur Verödung von Blutgefäßen zum Einsatz kommt, ergab einen Preisrahmen von 30 bis 50 Euro. Die Elektrokoagulation als Therapie zur Entfernung von Stielwarzen ist von der Lasertherapie abgelöst worden.
  2. Die Entfernung mittels Laser ist ab 40 Euro für das erste Fibrom zu haben. Falls Sie in der gleichen Lasersitzung gleich mehrere Fibrome lassen, sind die Kosten für die weiteren Fibrome dann deutlich günstiger (ca. 5-7 Euro pro weiterem Fibrom). Dazu kommen jedoch Beratungskosten von ca. 20 Euro und – falls gewünscht – Laborkosten von 20 bis 40 Euro. Das bedeutet, dass du für die Entfernung eines einzelnen Fibroms mit Gesamtkosten von 60 Euro rechnen kannst.
  3. Die chirurgische Entfernung der Stielwarze ist etwas günstiger. Falls der Eingriff ohne lokale Betäubung durchgeführt werden kann, bist du ab 20 Euro dabei, mit Betäubung sind es eher 35 bis 40 Euro.

Es ist empfehlenswert, die Preise aufgrund teilweise erheblicher Preisunterschiede genau zu vergleichen. Fragen Sie am besten vorab telefonisch nach oder lassen sich bei einem Termin beraten, mit welchen Kosten sie rechnen müssen.

Falls es bei Ihnen um eine größere Anzahl an Stielwarzen geht, lassen Sie sich ruhig einen Kostenvoranschlag erstellen, um Überraschungen bei der Rechnungsstellung zu vermeiden.

Hintergrundwissen Stielwarzen

Stielwarzen bzw. Fibrome (lat. Fibroma molle), werden nicht wie andere Warzen durch Viren verursacht. Sie entstehen vielmehr durch eine Wucherung des Bindegewebes. Die Zellen des Bindegewebes heißen Fibrozyten (Fibroblasten), von daher kommt auch der Name Fibrom.

Meist sind sie nur wenige Millimeter groß, eher weich und bräunlich bis hautfarben. Sie sind in der Regel schmerzfrei und verschwinden nicht von alleine wie andere Warzenarten.

Fibrome bilden sich bevorzugt an Hautfalten:

  • In der Leistengegend
  • Um die Augen (Augenlid)
  • Am Hals und Nacken
  • Gelegentlich auch in der Po- oder Brustfalte

In den allermeisten Fällen stellen sie ein rein kosmetisches Problem dar. Durch Reizungen und Schweißbildung kann es aber auch zu Blutungen und Entzündungen kommen.

In welchen Fällen zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse zahlt eine Therapie zur Entfernung von Warzen nur, wenn diese medizinisch notwendig ist, z.B. in folgenden Fällen:

  • Wenn sich die Warze entzündet hat, verletzt ist oder blutet
  • Wenn die Gefahr einer Infektion droht
  • Wenn die Warze starke Schmerzen verursacht (z.B. eine Dornwarze)
  • Wenn die Warze an einer extrem ungünstigen Stelle sitzt, z.B. am Auge, wo sie den Lidschlag stört
  • Bei Feigwarzen im Genitalbereich, die aber nicht zu den Fibromen zählen

In den allermeisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall. Viel öfter ist die Stielwarze ein optischer Störfaktor. Machen Sie sich also am besten keine großen Hoffnungen und gehen Sie davon aus, dass Sie die Kosten selbst tragen müssen.

Wie du deine Stielwarze selbst behandeln kannst

Es gibt unzählige Methoden, die angeblich gegen Stielwarzen helfen sollen. Ich möchte diese nicht alle aufzählen, sondern dir nur die beiden wirklich wirksamem Verfahren nennen.

  1. Vereisen der Stielwarze
  2. Abbinden der Stielwarze mit einem Gummi

Welche Methode die geeignete Variante ist, kannst Du hier lesen.

Beim Vereisen wird das Fibrom auf bis zu -80° Celsius heruntergekühlt. Dadurch stirbt die Warze und fällt ab.

Bei der zweiten Variante bindet man die Stielwarze mit einem Gummi ab. Dadurch wird die Blutzufuhr zur Warze abgebunden, so dass sie nicht mehr durchblutet wird. Nach ca. 5-10 Tagen ist die Warze ausgetrocknet und abgestorben und fällt ebenfalls ab.

Auch wenn es sich nicht jeder zutraut, seine Stielwarze selbst zu behandeln, so muss man dennoch sagen, dass diese Verfahren ziemlich effektiv und wirksam sind.

Die Produkte zum Selbstentfernen und ihre Preise

Beide Verfahren lassen sich bequem von zu Hause aus anwenden.

Das Vereisen kann mit einem Vereisungsspray für Warzen durchgeführt werden.

Auch zum Abbinden der Stielwarze mit einem Gummiband gibt es ein hilfreiches Produkt, welches einerseits die Gummis selbst, andererseits eine Hilfskonstruktion zum Anbringen der Gummis enthält.

  1. Das Vereisungsspray ist ab ca. 15 Euro erhältlich.
  2. Das Produkt zum Abbinden der Gummis kostet gut 20 Euro.

Der Vorteil beider Produkte ist, dass diese mehrmals – also für mehrere Warzen – verwendet werden können. Zudem können die Verfahren bequem von zu Hause aus angewandt werden. Dies spart eine Menge Zeit, die du sonst für die Fahrt zum und die Warterei beim Hautarzt aufwenden müsstest.

Fazit

Du hast drei Verfahren zum Entfernen lassen und zwei Verfahren zum Selbst entfernen kennengelernt. Alle vorgestellten Verfahren sind wirksam und man kann nicht wirklich etwas falsch dabei machen.

Traust du dir zu, deine Warze selbst zu behandeln, dann entscheide dich für eines der beiden Verfahren. Lies hier, welche Methode die richtige für dich ist.

Möchtest du deine Warze lieber vom Fachmann entfernen lassen, gehe zu deinem Hautarzt deines Vertrauens (falls du einen hast) oder suche dir einen aus, der dein gewünschtes Verfahren (z.B. Lasertherapie) auch anbietet.  Informiere dich am besten vor dem Termin telefonisch über die Preise.


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Wie gefährlich sind Genitalwarzen (Feigwarzen) wirklich?

Wie gefährlich sind Genitalwarzen (Feigwarzen) wirklich?

Genitalwarzen zählen zu den Geschlechts-krankheiten.

Die nicht immer mit bloßem Auge sichtbaren Warzen werden sind auch unter den Namen Feigwarzen und Kondylome bekannt.

Verursacht werden sie durch Viren, die zur Familie der Humanen Papillomaviren gehören (HPV).

 

Was Sie über Feigwarzen bzw. Genitalwarzen auf jeden Fall wissen sollten

  1. Genitalwarzen sind ansteckend und werden durch eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) verursacht.
  2. Sowohl Frauen als auch Männer können von Genitalwarzen betroffen sein. Allerdings ist bei Frauen die Komplikationsrate deutlich höher.
  3. Genitalwarzen können durch geeignete Therapie entfernt werden, sie können aber wiederkommen, wenn die zugrunde liegende Infektion nicht mitbehandelt wird.

Was sind Genitalwarzen?

Feigwarzen sind eher weiche Wucherungen auf den weiblichen oder männlichen Genitalien. Ihnen liegt eine sexuell übertragbare Infektion zugrunde, die durch bestimmte Stämme des Humanen Papillomavirus (HPV) verursacht wird.

Feigwarzen können Schmerzen und Juckreiz verursachen. Sie besonders für Frauen eine Gefahr dar, weil einige HPV-Typen Gebärmutterhalskrebs und Krebs der Vulva (äußere Scheide) verursachen können.

Die Infektion mit dem HPV ist die häufigste aller Geschlechtskrankheiten. Sexuell aktive Männer und Frauen können sich mit dem Virus anstecken, was dann zu Genitalwarzen führen kann. Die Erkrankung muss unbedingt von ärztlicher Seite behandelt werden.

Wie äußern sich die Symptome der Genitalwarzen?

Genitalwarzen, die durch sexuelle Aktivität einschließlich oralem, vaginalen und Analsex übertragen werden, entstehen mehrere Wochen oder Monate nach der Infektion.

Die Feigwarzen sind nicht immer auch für das menschliche Auge sichtbar, denn sie können sehr klein sein. Sie sind meist hautfarben oder ein wenig dunkler. Die Oberseite der Wucherungen ist of Blumenkohl-ähnlich und fühlt sich glatt oder leicht holprig an. Sie treten sowohl einzeln als auch in Gruppen auf.

Genitalwarzen können bei Männern in folgenden Bereichen auftreten:

  • Penis
  • Hodensack
  • Leiste
  • Oberschenkel
  • Im Anus oder im Bereich des Anus

Genitalwarzen können bei Frauen in folgendenen Bereich erscheinen:

  • innerhalb der Vagina oder des Anus
  • außerhalb der Vagina oder des Anus
  • im Gebärmutterhals

Genitalwarzen können ebenso auf den Lippen, aber auch im Mund, auf der Zunge oder im Rachen einer Person auftreten, falls die Person Oralsex mit einer infizierten Person hatte.

Auch wenn die Genitalwarzen (noch) nicht sichtbar sind, können sie dennoch Symptome verursachen wie beispielsweise:

  • vaginaler Ausfluss
  • Juckreiz
  • Blutungen
  • Brennen

Spätestens wenn sich die Feigwarzen ausbreiten oder vergrößern, wird die Sache sehr unangenehm und schmerzhaft.

Was ist die Ursache von Genitalwarzen?

Wie gesagt, Genitalwarzen werden (in den allermeisten Fällen) durch HPV verursacht. Es gibt 30 bis 40 HPV-Stämme, die speziell auf den Genitalien vorkommen, aber nur wenige davon verursachen tatsächlich Genitalwarzen.

Das HPV-Virus ist hoch ansteckend bei Hautkontakt. Deswegen zählt es zu den sogenannten Geschlechtskrankheiten. Hier gilt Behandlungspflicht.

Tatsächlich ist HPV so verbreitet, dass die meisten sexuell aktiven Menschen es irgendwann bekommen. Das Virus führt jedoch nicht automatisch zu Komplikationen wie Genitalwarzen. Oftmals verschwindet das Virus von selbst, ohne gesundheitliche Probleme zu verursachen – besonders wenn bei den Betroffenen das Immunsystem intakt ist.

Die HPV-Stämme, die Genitalwarzen verursachen, unterscheiden sich von den HPV-Stämmen der Warzen an Händen oder anderen Körperteilen. Deswegen kann sich eine Warze nicht von Hand oder Fuß auf den Genitalbereich ausbreiten – auch umgekehrt ist dies nicht möglich.

Risikofaktoren für Genitalwarzen

Generell kann man sagen: mit zunehmender sexueller Aktivität steigt auch das Risiko, sich mit einem HPV anzustecken.

Genitalwarzen sind jedoch häufiger bei

  • Menschen unter 30 Jahre
  • Rauchern
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen, die in der Kindheit missbraucht wurden
  • Kindern einer Mutter, die das Virus während der Geburt hatte

Gibt es auch andere mögliche Komplikationen von HPV?

Wie gesagt, HPV ist die Hauptursache für Krebs im Gebärmutterhals. Es kann auch präkanzeröse Veränderungen an den Zellen des Gebärmutterhalses verursachen. Dies wird dann Dysplasie genannt und ist eine Vorstufe zum Krebs.

Andere Arten von HPV können auch Krebs der Vulva verursachen, ebenso auch Penis- sowie Analkrebs.

Wie werden Feigwarzen diagnostiziert?

Ihr Arzt wird die vermuteten Stellen körperlich untersuchen und Fragen zu Ihrer Gesundheit und zur Ihrer sexuellen Vorgeschichte stellen. Er wird nach o.g. Symptomen fragen und ob Sie ungeschützten Sex (einschließlich Oralsex) hatten.

Untersuchung bei Frauen

Bei Frauen muss auch eine innere Untersuchung erfolgen. Diese umfasst die Vagina, den Gebärmutterhalses, die Gebärmutter sowie die Eierstöcke.

Ihr Arzt kann auch einen Abstrich machen, um Zellen aus Ihrem Gebärmutterhals zu entnehmen. Diese Zellen können dann auf das Vorhandensein von HPV getestet werden. Bestimmte HPV-Typen können bei einem Abstrich zu abnormalen Ergebnissen führen, was dann auf präkanzeröse Veränderungen hinweisen kann. Wenn Ihr Arzt diese Anomalien feststellt, müssen Sie möglicherweise in Zukunft häufiger zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

Wenn Sie eine Frau sind und besorgt sind, dass Sie sich mit einer Form von HPV, die Gebärmutterhalskrebs verursachen könnte, angesteckt haben, kann Ihr Arzt sogar einen DNA-Test durchführen, um den genauen HPV-Typ zu bestimmen.

Wie werden Feigwarzen behandelt?

Während sichtbare Genitalwarzen oft mit der Zeit von alleine verschwinden, kann sich HPV selbst zurückziehen und noch in Ihrem Körper verweilen. Dies bedeutet, dass Sie im Laufe Ihres Lebens mehrere Ausbrüche haben können (ähnlich wie dies beispielsweise bei der Gürtelrose der Fall ist).

Deswegen ist es wichtig, andere Symptome der Erkrankung zu beobachten, um die Übertragung des Virus auf andere Personen zu vermeiden. Feigwarzen können auch an andere weitergegeben werden, selbst wenn keine Warzen sichtbar oder andere Symptome spürbar sind.

Wahrscheinlich möchten Sie aufgrund der Symptome oder wegen ihres Aussehens die Genitalwarzen behandeln. Sie können hierzu jedoch keine üblichen Warzenmittel verwenden, die für sonstige Warzen and Händen oder Füßen verfügbar sind.

Ihr Arzt kann Warzenmittel mit folgenden Wirkstoffen zur lokalen Anwendung verschreiben:

  • Imiquimod (Aldara)
  • Podophyllin und Podofilox (Condylox)
  • Trichloressigsäure (TCA)

Wenn sichtbare Warzen nicht mit der Zeit verschwinden, kann möglicherweise ein kleiner chirurgischer Eingriff zur Entfernung notwendig sein. Alternativ kann der Arzt auch zu einem der folgenden Verfahren greifen:

  • Elektrokauterisierung, Abbrennen der Warzen mit elektrischen Strömen
  • Kryochirurgie Vereisen der Warzen
  • Laserbehandlungen
  • Exzision oder Abschneiden von Warzen
  • Injektionenen mit Interferon

Bei Frauen, bei denen Genitalwarzen diagnostiziert wurden, müssen möglicherweise alle drei bis sechs Monate nach der Erstbehandlung Abstriche durchgeführt werden.

Dies ermöglicht Ihrem Arzt, Veränderungen im Gebärmutterhals zu überwachen. Dies ist wichtig, weil möglicherweise ein höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs besteht. Die HPV-Stämme, die Genitalwarzen verursachen, gelten selbst als risikoarm für die Entstehung von Krebs. Sie könnten jedoch zusätzlich auch noch andere HPV-Stämme haben, von denen einige Ihr Krebsrisiko erhöhen könnten.

Hausmittel für Genitalwarzen

Wie gesagt, Sie sollten keine frei verkäuflichen Präparate für Hand- oder Fußwarzen auf Genitalwarzen anwenden. Hand- und Genitalwarzen werden durch verschiedene HPV-Stämme verursacht. Diese falschen Behandlungen können mehr Schaden anrichten als nützen.

Zwar werden einige Hausmittel als hilfreich bei der Behandlung von Genitalwarzen angepriesen, es gibt aber keine wissenschaftlichen Nachweise. Konsultieren Sie deswegen immer Ihren Arzt, bevor Sie ein Hausmittel ausprobieren.

Wie man Genitalwarzen vorbeugt

HPV-Impfstoffe mit der Bezeichnung Gardasil und Gardasil 9 schützen Männer sowie Frauen vor den häufigsten HPV-Stämmen, die Genitalwarzen verursachen. Sie können auch vor HPV-Stämme schützen, die mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht werden. Ein Impfstoff namens Cervarix ist ebenfalls erhältlich. Dieser Impfstoff schützt vor Gebärmutterhalskrebs, jedoch nicht vor Genitalwarzen.

Beide Arten von Impfstoff sollten verabreicht werden, bevor die Person sexuell aktiv wird, da sie dann am wirksamsten sind.

Auch die Verwendung von Kondomen kann das Risiko von Genitalwarzen reduzieren.

Fazit

Genitalwarzen sind eine Komplikation der Infektion mit dem Humanen Papillom Virus, die häufig vorkommt und gut zu behandeln ist. Sie können mit der Zeit von alleine verschwinden, aber eine systematische Behandlung der Virusinfektion ist wichtig, um ein erneutes Auftreten und damit mögliche Komplikationen langfristig zu verhindern.

Falls Sie Genitalwarzen bei sich vermuten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um feststellen, ob Sie tatsächlich Genitalwarzen haben und um die besten Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Sexualpartner sprechen. Auch wenn es vielleicht zunächst schwerfällt, ist es wichtig, offen mit der Erkrankung umzugehen, um Ihren Partner vor einer HPV-Infektion und Genitalwarzen zu schützen.


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Stielwarzen – selbst vereisen oder vom Facharzt entfernen lassen?

Stielwarzen – selbst vereisen oder vom Facharzt entfernen lassen?

Stielwarzen sind kleine, meist hautfarbene, gestielte Hautausstülpungen.

Sie kommen bevorzugt an Hals oder unter den Achseln vor und sind sehr häufig – bei Frauen wie auch bei Männern.

Obwohl sie harmlos sind, wird dennoch meist aus ästhetischen Gründen ihr Entfernen angestrebt.

Dies können Sie mit Apfelessig oder durch die Vereisen-Methode auch selbständig von zu Hause aus tun.

Falls Sie nicht sicher sind, ob es sich bei Ihrem Hautgebilde um eine Stielwarze handelt, sollten Sie dies sicherheitshalber von Ihrem Hautarzt abklären lassen.

Was sind Stielwarzen?

Stielwarzen nehmen eine Sonderrolle unter den Warzen ein. Denn trotz ihres Namens zählen sie nicht zu den eigentlichen Warzen wie Dornwarze, Mosaikwarzen, Dellwarzen, plane Warzen, Feigwarzen und vulgären Warzen. Sie zählen vielmehr zu den Fibromen, genauer gesagt zu den weichen Fibromen (lat. fibroma molle).

Wodurch entstehen Stielwarzen?

Stielwarzen (Fibrome) werden nicht wie andere Warzen durch Humane Papillom Viren verursacht und sind somit nicht ansteckend. Sie entstehen durch die Wucherung von bestimmten Hautzellen, den sogenannten Fibrozyten (Fibroblasten), die Bestandteil des Bindegewebes sind. Ihr Größenwachstum ist aber begrenzt.

Die genauere Ursache für das Entstehen der Stielwarzen ist unbekannt. Sie bilden sich aber bevorzugt an Hautfalten; auch vermehrtes Körperfett ist ein Risikofaktor. In einigen Fällen ist aber eine familiäre Veranlagung offensichtlich. Oft entstehen die länglichen Hautanhängsel schon während oder nach der Pubertät.

Ihre Anzahl steigt tendenziell mit zunehmendem Lebensalter, so dass schließlich viele ältere Menschen von Stielwarzen betroffen sind.  Sie sind aber nicht mit den sogenannten Alterswarzen zu verwechseln, die nochmals eine Spezies für sich sind.

Wie sehen Stielwarzen aus?

Stielwarzen haben folgende Eigenschaften:

  • Es sind kleine gestielte längliche Hautanhängsel bzw. Geschwülste, seltener auch rundlich.
  • Sie treten sowohl einzeln, oftmals aber auch in Gruppen auf.
  • Meist werden sie nur wenige Millimeter (2-10 mm) groß, können in seltenen Fällen auch mal erbsengroß (30mm) werden.
  • Von der Konsistenz her sind sie eher weich.
  • Desweiteren sehen sie bräunlich bis hautfarben aus.
  • Bei Berührung sind sie normalerweise schmerzfrei, es sei denn die Stielwarze ist gereizt oder entzündet.
  • Stielwarzen verschwinden nicht von alleine, wie dies bei anderen Warzenarten möglich ist.

An welchen Stellen kommen Stielwarzen vor?

Stielwarzen kommen bevorzugt an den Stellen vor, an denen die Haut Falten schlägt, also:

  • unter den Achseln
  • am Hals
  • in der Leistenregion
  • gelegentlich auch um die Augenregion (Lidern)
  • seltener am Po oder unter der Brustfalte

Können Stielwarzen Beschwerden verursachen?

Nochmals: Stielwarzen sind harmlos, aus medizinischer Sicht also völlig unbedenklich. Sie werden auch nicht wie andere Warzen durch Viren verursacht. Somit ist eine Ansteckung ausgeschlossen. Dennoch können Sie in einigen Fällen Beschwerden verursachen:

  • Stielwarzen können, vor allem bei gehäuftem Vorkommen an sichtbaren Hautstellen wie beispielsweise Hals, ein kosmetisches ästhetisches Problem darstellen.
  • Stielwarzen können ein mechanisches Hindernis darstellen, so dass es gehäuft zu Reizungen, Entzündungen oder Blutungen kommen kann.
    • So kann beispielsweise die Kette einer Frau an der Stilwarze am Hals scheuern und dadurch eine Reizung verursachen.
    • Befinden sich Stielwarzen im Gesicht, Kinn, oder am oberen Hals (also in der Rasierzone des Mannes), so besteht die Gefahr, dass die Stielwarze beim Rasieren eingeschnitten wird. Dann kannes zu Blutungen kommen.
    • Ganz allgemein kann es in Hautfalten, in denen Stielwarzen auftreten, vor allem auch durch die zusätzliche Schweißbildung zu Reizungen und Entzündungen kommen.

Muss man Stielwarzen entfernen?

Stielwarzen sind harmlos und ein rein ästhetisches Problem. Aus medizinischen Gründen muss man die Stielwarzen also nicht entfernen lassen. Dennoch können sie Beschwerden in Form von Reizungen, Entzündungen oder Blutungen machen. Letztendlich hängt es von Ihrem persönlichen Leidensdruck ab, ob Sie die Stielwarze entfernen (lassen) möchten.

Bedenken Sie auch, dass die Kosten nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen werden, falls es sich um ein rein kosmetisches Problem handelt.

In diesem Falle können Sie die Stielwarze vereisen.

Das geht von zu Hause aus und ist eine wirksame und kostengünstige Alternative zu der kostenintensiveren Behandlung beim Hautarzt.

Kann man Stielwarzen selbst entfernen?

Zunächst einmal: bitte nicht selbst versuchen! Manche Menschen kommen auf die hanebüchene Idee, ihre Stielwarzen selbst durch fragwürdige Methoden entfernen zu wollen, z.B.:

  • Abbinden mit einem Faden
  • Herausschneiden mit der Schere
  • Herausziehen mit dem Finger

Vor solchen stümperhaften Methoden kann man wirklich nur warnen! Die Eigenbehandlungsversuche sind meist nicht von Erfolg gekrönt. Denn die Anhängsel sind meist fester verwachsen, als man zunächst denkt. Noch schlimmer ist aber, dass es anschließend meist zu Entzündungen bzw. Infektionen kommt.

Schließlich bleibt einem der Gang zum Hautarzt dann doch nicht erspart – oder man kauft sich ein Produkt zum eigenständigen Vereisen, eine sinnvolle Alternative der Selbstbehandlung.

Welche Methoden zum erfolgreichen Entfernen von Stielwarzen gibt es?

Das Entfernen von Stielwarzen kann bei Ihrem Hautarzt durchgeführt werden – oder selbständig durch die bereits angesprochene Methode des Vereisens(Kyrotherapie) oder durch die Verwendung von Apfelessig.

Der Hautarzt kann auch die genaue Diagnose Stielwarze stellen und abklären, ob es sich nicht doch um ein gefährliches Gebilde (wie beispielsweise ein Hauttumor) handelt. Hat der Hautarzt diesen Verdacht, wird er das entfernte Hautstück im Labor (histologisch) untersuchen lassen.

Dem Hautarzt stehen folgende Behandlungsmethoden zum Eleminieren der Stielwarze zur Verfügung:

  • Durch den Laser wird die Stielwarze sozusagen weggebrannt oder weggelasert.
  • Durch die sogenannte Elektrokoagulation wird die Stielwarze durch Ströme mit hoher Wechselstrom-Frequenz zerstört.
  • Die Stielwarze kann aber auch ganz altmodisch operativ entfernt werden.

Operative Entfernung einer Stielwarze

Der Facharzt für Hautkrankheiten kann die Stielwarze durch entsprechend geeignete chirurgische Instrumente abtragen, herausschälen oder herausschneiden. Gegebenenfalls, je nach Größe, kann die Stelle vorher mit einem Lokalanästhetikum lokal betäubt werden. In vielen Fällen ist der notwendige Schnitt jedoch so klein, dass man dies auch ganz gut ohne Betäubungsspritze aushalten kann.

Eventuell muss die anschließende Wunde mit wenigen Stichen genäht werden. Die entstehende Narbe ist meist sehr klein und fällt so gut wie gar nicht auf.

Entfernen der Stielwarze mit dem Laser

Der Laserstrahl wird, ganz ähnlich wie das Skalpell bei der operativen Entfernung, über die Stelle der Stielwarze geführt, an der sie angewachsen ist. Auch hier kann, falls nötig, vorher lokal betäubt werden und die entstehende Narbe ist im Allgemeinen sehr unauffällig.

Mit Hochfrequenzstrom Stielwarzen beseitigen

Noch eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung der Warze mit Hochfrequenzströmen. Den Vorgang nennt man auch Elektrokoagulation. Dabei wird, ähnlich wie auch beim Vereisen, das komplette Gewebe der Hautwucherung abgetötet, so dass die Warze schließlich als totes Gewebe abfällt. Positiver Nebeneffekt: es kommt auch sehr schnell zur Blutstillung.

Ob Operation, Laser oder Elektrokoagulation die geeignetere Behandlungsoption darstellt, darüber wird Sie ihr Hautarzt ausführlich beraten können.

Zwei Methoden zur Entfernung der Stielwarze

Vor den Methoden wie Abbinden oder selbst herausschneiden wurde ja schon eindrücklich gewarnt. Dennoch gibt es zwei Methoden, die sie bedenkenlos selbst zu Hause durchführen können: zum einen der Versuch mit dem Hausmittel Apfelessig, zum anderen mit der Vereisungsmethode, die auch für herkömmliche Warzen erfolgreich zum Einsatz kommt.

Hausmittel Apfelessig

Falls Sie kleinere Stielwarzen loswerden möchten, können Sie einen Versuch mit Apfelessig starten. Viele Haushalte haben den Apfelessig vorrätig. Falls dies bei Ihnen nicht der Fall ist, bekommen Sie ihn sehr günstig im Supermarkt, Drogeriemarkt oder Reformhaus. Um ihre Stielwarze mit Apfelessig zu entfernen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Tauchen Sie einen Wattebausch oder etwas Ähnliches in den Apfelessig ein.
  2.  Betupfen Sie damit Ihre Stielwarze oder reiben Sie vorsichtig damit ein und lassen den Apfelessig mehrere Minuten einwirken.
  3. Wiederholen Sie diesen Vorgang am besten dreimal täglich über mehrere Tage bis Wochen.
  4. Der Apfelessig wird die Stielwarze von innen heraus austrocknen. Die Wirkung zeigt sich zuerst darin, dass sich die Warze dunkel verfärbt, bis sie schließlich von alleine abfällt.

Kryotherapie – Stielwarzen vereisen

Bei der Vereisung, auch Kältetherapie bzw. Kryotherapie genannt, wird die Warze auf Temperaturen bis -80° Celsius (beim Hautarzt sogar bis -190° Celsius) heruntergekühlt. Dadurch gehen die Hautzellen zugrunde und die gesamte Warze stirbt ab.

So wie beim Lasern die Warze durch die entstehende Hitze zerstört wird, ist es also mit der Vereisungsmethode möglich, die Warze bzw. Stilwarze durch entsprechende Kälte zu zerstören.

Auch die Vereisungsmethode ist leider nicht ganz schmerzlos. In vielen Fällen reicht eine einzige Kältebehandlung zum nachhaltigen Entfernen der Stielwarze aus. Es kann jedoch auch vorkommen, dass noch zwei weitere Anwendungen im Abstand von jeweils vierzehn Tagen notwendig sind, vor allem dann, wenn es sich um eine der größeren Stielwarzen gehandelt hatte.

Die Vereisung kann durch Vereisungssprays oder Vereisungsstifte einfach durchgeführt werden. Die Produkte sind in jeder Apotheke oder im Internet rezeptfrei und kostengünstig erhältlich.

Halten Sie sich bei der Anwendung einfach an die in den Anwendungshinweisen beschriebenen Erläuterungen.

Fazit

Stielwarzen stellen keine Warzen im eigentlichen Sinne dar. Sie gehören zu den weichen Fibromen, entstehen meist während oder nach der Pubertät und nehmen im Alter zu.

Sie können kleinere Beschwerden wie Reizungen, Entzündungen oder Blutungen verursachen, sind aber öfters nur ein kosmetisches Problem. Deswegen wird die Entfernung von Stielwarzen meist nicht von den Krankenkassen übernommen.

Dem Hautarzt stehen Behandlungsmethoden wie Operation, Elektrotherapie und Lasertherapie zur Verfügung.

In vielen Fällen kann man aber die Stielwarzen auch selbst von zu Hause aus erfolgreich wie andere Warzen entfernen.

Von allen für herkömmliche Warzen in Frage kommenden Mitteln gegen Warzen ist es bei Stielwarzen am besten, die Warzen zu vereisen (Kryotherapie bzw. Kältetherapie) oder mit Apfelessig zu behandeln.

Quellen


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Wie Sie Ihre Dornwarze durch Vereisen entfernen können

Wie Sie Ihre Dornwarze durch Vereisen entfernen können

Die Dornwarze ist eine der häufigsten Warzenarten.

Sie kann auch überdurchschnittlich starke Schmerzen verursachen – vor allem beim Gehen und Stehen.

Die Vereisung von Dornwarzen ist inzwischen eine gängige Methode – doch ist sie auch wirksam?

In diesem Artikel erfahren Sie

  • was Dornwarzen sind
  • wodurch sie verursacht werden und wie sie entstehen
  • wo und wie Sie sich mit Dornwarzen anstecken
  • wie Sie Dornwarzen vorbeugen können
  • ob das Vereisen von Dornwarzen wirksam und effektiv ist
  • welche Alternativen es zum Vereisen gibt

Dornwarzen können einen langen Stachel, den sogenannten Dorn, ausbilden, der die Entfernung der Dornwarze zusätzlich erschwert. Deswegen ist es umso wichtiger, rechtzeitig mit einer effektiven Therapie zu beginnen.

Falls klar ist, dass es sich bei Ihrer Warze um eine Dornwarze handelt, müssen Sie dazu noch nicht einmal zum Hausarzt gehen. Vor allem mit der Vereisen-Methode steht eine einfach anwendbare Therapie zur Verfügung. Die können Sie bequem von zu Hause aus durchführen und ist zudem ziemlich effektiv.

Was sind Warzen eigentlich?

Warzen entstehen durch eine Infektion der Haut mit einem Viruserreger. In den meisten Fällen ist der Übeltäter ein Virus aus der Familie der humanen (also menschlichen) Papilloma Viren (HPV). Zu dieser Familie gehören viele unterschiedliche Viren, die der Einfachheit halber einfach durchnummeriert werden, also HPV 1, HPV 2, etc.

Gibt es unterschiedliche Arten von Warzen?

Ja, es gibt viele unterschiedliche Warzenarten, und das Interessante ist, dass die unterschiedlichen Warzenarten auch von unterschiedlichen HP-Viren verursacht werden. Folgende Tabelle gibt einen guten Überblick über die unterschiedlichen Warzentypen, wie sie aussehen, an welchen Stellen sie vorkommen und durch welche Viren sie verursacht werden:

Typ Merkmale Vorkommen Viren
vulgäre Warzen Oberfläche glatt, später höckerig Einzeln oder in Gruppen, meist an freien Hautpartien wie Gesicht, Hände und Füßen HPV 2,4, 26, 28
plane Warzen sehr flach, bräunlich und/oder hautfarben Oft bei Jugendlichen und Kindern, meist am Handrücken oder im Gesicht HPV 3, 10 und 27;
gestielte Warzen Gestielt besonders häufig am Hals
Plantarwarzen Mit langen Zapfen in die Tiefe, sogenannte „Dornen“ An den Fußsohlen, seltener auch an den Handtellern, sehr schmerzhaft beim Gehen HPV 1,2 und 4
Mosaikwarzen oberflächlicher als Dornwarzen An den Fußsohlen
Feigwarzen (= spitze Kondylome) Papeln rosafarben, später dann blumenkohlartig Im Anal- und Genitalbereich, Achtung: maligne Entartung möglich, Ansteckungsgefahr HPV 6, 11, 40 und 42
Dellwarzen Papeln, meist mittige Eindellung fast nur bei Kindern; Virus aus der Pockengruppe

 

Was ist eine Dornwarze?

Die Dornwarze (lateinisch Verrucae plantares), auch Plantarwarze genannt, wird also durch die HP-Viren 1, 2 und 4 verursacht.

Wie die Mosaikwarzen kommen sie hauptsächlich an den Fußsohlen vor. Nur selten erscheinen sie auch mal in der Handinnenfläche. Im Gegensatz zu den Mosaikwarzen, die nur oberflächlich an der Fußsohle entstehen, bilden Dornwarzen den für sie charakteristischen Dorn aus. Dieser Dorn kann weit in die Tiefe reichen und macht die Entfernung der Dornwarze so schwierig. Desweiteren ist sie deutlich schmerzhafter als vergleichbare Mosaikwarzen an der Fußsohle, vor allem beim Gehen und Auftreten mit dem betroffenen Fuß. Oftmals kann man die Dornen der Warze auch gut mit den Händen tasten.

Wie bekommt man eine Dornwarze?

Die Virenerreger der Dornwarze werden hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen wie in folgendem Beispiel erläutert.schwimmbad quelle von warzen viren

  1. Peter hat seit einiger Zeit eine Dornwarze am Fuß, die zuletzt auch ein bisschen geblutet hat. Am Samstag ist er mit seinen Freunden im Hallenbad und hat seine Badeschuhe vergessen.
  2. Er läuft barfuß über den Boden im Schwimmbad und verteilt dadurch die Viren auf dem Boden.
  3. Auch Sabine hat ihre Badeschuhe vergessen und läuft zufälligerweise im Schwimmbad direkt hinter Peter.
  4. Da Sabine seit längerer Zeit trockene und spröde Haut an den Füßen hat, bestehen an ihrer rechten Fußsohle kleine kaum spürbare Verletzungen der Hautoberfläche. Durch diese Mikro-Verletzungen gelangen die Viren, die aus Peters Warze stammen, in die Fußsohle von Sabine.
  5. Die Infektion an Sabines Fußsohle bleibt zunächst unbemerkt. Es kann noch mehrere Wochen bis Monate dauern, bis sich eine sichtbare und spürbare Warze an Sabines Fuß entwickelt hat.
  6. Tatsächlich bemerkt Sabine nach acht Wochen, dass sich an Ihrem Fuß eine Warze gebildet hat und wundert sich, woher diese Dornwarze denn auf einmal kommt.

Wie kann ich die Dornwarze wieder entfernen?

Sobald man eine Dornwarze bemerkt, empfiehlt es sich, möglichst schnell eine Behandlung der Warze zu beginnen. Denn mit zunehmendem Alter kann der Dorn der Dornwarze immer weiter in die Tiefe des Fußes wachsen. Die erforderliche Behandlung wird dann immer aufwendiger, dauert länger und ist schmerzhafter.

Neben Hausmitteln, die in einigen Fällen durchaus hilfreich sein können, und der allgemeinen Stärkung des Immunsystems kommen vor allem folgende beide Methoden zum Entfernen der Dornwarze in Frage:

  1. Bei der Vereisungsmethode wird die Dornwarze auf Temperaturen bis -80° Celsius heruntergekühlt. Dadurch sterben nicht nur die Warzenviren, sondern auch die Warzenzellen ab, die mit den Warzenviren infiziert sind.
  2. Bei den säurehaltigen hornhautlösenden Mitteln wie Salicylsäure und Trichloressigsäure wird die Haut samt Warze aufgeweicht, so dass sie sich nach und nach ablöst. Unter der Warze bildet sich neue Haut, bis die Warze schließlich abgestoßen wird und abfällt.

Kryotherapie – Dornwarze vereisen

Das Vereisen der Dornwarze wird auch Kryotherapie (Kryo=Kälte) bezeichnet.

Das Vereisen von Warzen ist besonders erfolgreich bei Dornwarzen und Dellwarzen. Manchmal wird Sie auch bei Feigwarzen vom Hautarzt eingesetzt.

Das Vereisen von Warzen ist schon seit langer Zeit durch den Hautarzt möglich. Seit einiger Zeit kann man aber durch geeignete im Handel erhältliche Produkte das Vereisen der Dornwarze auch von zu Hause aus durchführen.

Beim Vereisen werden folgende Temperaturen erreicht:

  • beim Hautarzt Temperaturen bis -190°Celsius
  • bei Vereisungs-Produkten (Dimethylether und Propan) der ersten Generation bis -50° Celsius
  • bei Vereisungs-Produkten (Distickstoffmonoxid) der zweiten Generation bis -80° Celsius

Wie ist das Vorgehen beim Vereisen der Dornwarze?

Es gibt zum einen Vereisungssprays, mit denen die Warze besprüht werden kann, zum anderen gibt es auch sogenannte Stifte, mit denen das Kältemittel auf die Warze aufgebracht werden kann. Beide Versionen sind einfach in der Anwendung, beachten Sie einfach die konkreten Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts.

Die Vereisungsmethode ist so effektiv, dass meist schon eine Anwendung ausreicht, um die Warze vollständig und nachhaltig zu entfernen. Bei schwierigen hartnäckigen Warzen kann die Vereisung bis zu dreimal im Abstand von jeweils zwei Wochen durchgeführt werden. Sollte die Warze danach immer noch nicht abgeheilt sein, ist ein Termin bei Ihrem Hautarzt angesagt.

Dornwarze entfernen mit säurehaltigen hornhautlösenden Mitteln

Die zweite gute Möglichkeit, Dornwarzen selbst zu behandeln, ist die Verwendung von säurehaltigen Mitteln. Auf dem Markt sind drei unterschiedliche Wirkstoffe:

  1. Salicylsäure: die Wirkung ist am besten wissenschaftlich belegt. Die Anwendung geschieht in Form eines Pflasters, eines Gels oder einer wässrigen Lösung. Sie führt zur Aufweichung und Ablösung der Hornhaut inclusive der Warze.
  2. Trichloressigsäure: hat eine ähnliche Wirkung wie Salicylsäure.
  3. Ameisensäure: wirkt schonender als die beiden zuvor genannten Wirkstoffe. Die Ameisensäure trocknet die Warze eher von innen heraus aus, so dass die ausgetrocknete Warze dann vom Körper abgestoßen wird und abfällt. Vorteil bei diesem Wirkstoff: er muss nur einmal wöchentlich aufgetragen werden.

Bei der Anwendung der säurehaltigen Mittel müssen Sie aufpassen, dass die gesunde Haut im Bereich um die Warze nicht mit den ätzenden Wirkstoffen in Berührung kommt. Am besten verwenden Sie hierzu Vaseline. Die Vaseline tragen Sie bitte um die Warze herum auf, so dass sie eine Art Begrenzungswall für den ätzenden Wirkstoff bildet. Damit ist sichergestellt, dass Ihre gesunde Haut keinen Schaden nimmt.

Welche Produkte gibt es?

Trotz der geringen Anzahl an unterschiedlichen Wirkstoffen gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl an Produkten auf dem Markt. Ich habe Ihnen zu jedem Wirkstoff ein Produkt rausgesucht, welches bei Amazon erhältlich ist.

Ameisensäure

Salicylsäure + Milchsäure

Trichloressigsäure

Vereisen

Fazit

Dornwarzen entstehen durch Humane Papillom Viren, die durch Schmierinfektion übertragen werden. Die Dornwarze wird meist erst mehrere Wochen oder Monate nach der Infektion sichtbar und spürbar. Um zu verhindern, dass die Dornwarze einen langen Stachel ausbilden kann, sollten Sie möglichst schnell mit der Therapie beginnen. Besonders die Vereisungstherapie, aber auch die hornhautlösende Therapie mit säurehaltigen Wirkstoffen, haben sich dabei als einfach anzuwenden und dennoch wirksam herauskristallisiert.

Quellen:

  1. de.wikipedia.org/wiki/Warze
  2. www.warzen-therapie.de
  3. www.endwarts.de/
  4. www.praxisvita.de/dornwarzen-plantarwarzen-3494.html
  5. www.hornhaut-entfernen.com/dornwarzen/


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