Die 5 besten Warzenmittel, die erfolgreich gegen Ihre Warzen wirken

Die 5 besten Warzenmittel, die erfolgreich gegen Ihre Warzen wirken

Wenn Du eine oder gar mehrere Warzen hast….

Wenn Du deine Warze wirksam und auf Dauer loswerden möchtest….

Wenn Du einen Überblick über mögliche Warzenmittel bekommen möchtest….

Dann solltest Du unbedingt weiterlesen.

In diesem Artikel erfährst du

  • was Du über Warzen unbedingt wissen solltest
  • welche Hausmittel wirklich helfen können
  • die zwei wirksamsten pflanzlichen Mittel gegen Warzen
  • welches homöopathische Mittel für Dich das passende ist
  • welche Wirkstoffe die Mittel aus der Apotheke enthalten
  • wie wirksam Produkte zum Vereisen wirklich sind.
  • Welches Warzenmittel sich für Deine Warze am besten eignet
  • Wie, wie oft und wie lange du das Warzenmittel anwenden solltest
  • welche Fehler Du vermeiden solltest
  • was Dein Immunsystem mit deiner Warze zu tun hat

Alle vorgestellten Warzenmittel kannst Du selbst von zu Hause aus anwenden.

Warzen

Warzen sind mit Ausnahme von Genitalwarzen meist harmlos. Sie können aber dennoch Schmerzen verursachen oder ein ästhetisches Problem darstellen.

Insbesondere Dornwarzen unter den Füßen (Fußsohlen) solltest Du möglichst schnell behandeln. Damit verhinderst Du, dass der Stachel der Dornwarze zu weit in die Tiefe wächst. Dann kann es notwendig werden, dass sie chirurgisch entfernt werden muss.

Aber auch andere Warzen solltest Du durch geeignet Warzenmittel möglichst zeitnah behandeln. Schiebt man die Therapie zu lange auf, dauert die Behandlung nur unnötig länger und ist schmerzhafter.

Zwar hilft Abwarten in einigen Fällen und die Warze verschwindet von alleine wieder. Dennoch ist diese Strategie nicht ratsam.

Denn nur ein Drittel der Warzen verschwindet in den ersten drei Monaten wieder. Nur die Hälfte der Warzen verschwindet innerhalb eines ganzen Jahres von selbst.

Und die nicht von alleine verschwundenen Warzen sind dann umso schwieriger zu behandeln.

Deswegen ist es wichtig, die Warzen schon zu Beginn zumindest mit sanfteren Methoden wie Hausmitteln oder Homöopathie zu behandeln. Ist die Warze schon älter, solltest Du direkt zu aggressiveren, aber auch wirksameren Warzenmitteln greifen. Hierzu zählen hornhautlösende Mittel mit unterschiedlichen Säuren als Wirkstoff oder die Krytotherapie (Vereisen der Warze).

WARZENMITTEL #1: HAUSMITTEL GEGEN WARZEN

Zur lokalen Anwendung auf der Warze stehen verschiedene Hausmittel zur Verfügung wie beispielsweise:

  1. Apfelessig
  2. Zitronensaft
  3. Knoblauch
  4. Backpulver
  5. Honig
  6. Kokosöl
  7. Bananenschalen
  8. Alkohol

Apfelessig, Zitronensaft, Knoblauch und Backpulver

Sowohl Apfelessig (pH-Wert 2,5) als auch Zitronensaft (pH-Wert 2,4) wirken durch die enthaltene Säure ganz ähnlich wie die säurehaltigen Warzenmittel aus der Apotheke – sind aber bei weitem nicht so stark. Durch die Säure kommt es zur schichtweisen Abtragung und Ablösung der Hautschichten inclusive der Warze.

Beides lässt sich hervorragend mit Knoblauch kombinieren, der zusätzlich die lokale Immunabwehr am Ort der Warze verstärkt.

Wie lautet das genaue Rezept?

  1. Vermische 100 ml Apfelessig mit 100 ml Zitronensaft.
  2. Schäle mindestens drei Knoblauchzehen, und presse (Häckseln reicht nicht) den Knoblauch in die Mischung aus Apfelsaft und Zitronensaft.
  3. Lassen den so hergestellten Sud drei Tage im Kühlschrank ziehen.

Wie auftragen?

Du kannst Zitronensaft, Apfelessig oder beides verwenden. Da beides relativ schnell einzieht und deswegen nicht so lange wirken kann, hier ein Tipp:

 

  1. Vermische vor dem Auftragen ein bisschen von dem Sud, also dem Apfelessig-Zitronensaft-Knoblauch-Gemischt, mit Backpulver, bis eine dickliche Paste entsteht.
  2. Trage die Paste direkt auf die Warze auf.
  3. Klebe ein normales Heftpflaster darüber.

Beachte!

Das Gemisch ist schonender und daher nicht so aggressiv und wirksam wie Mittel aus der Apotheke. Du solltest das Hausmittel deswegen für längere Zeit täglich mehrmals auftragen – ansonsten wirst Du keine sichtbaren Erfolg haben. Am besten du trägst das Gemisch sowohl morgens nach dem Aufstehen als auch abends vor dem Schlafengehen auf.

Wie lange?

Das Gemisch kann unbedenklich für Wochen und Monate täglich angewandt werden. Falls Du jedoch nach spätestens drei Wochen noch keine Fortschritte bemerken solltest, steige bitte auf eine wirksamere Methode um.

Es ist dann sehr unwahrscheinlich, dass andere Hausmittel zum Erfolg führen. Am besten du gehst du säurehaltigen Warzenmitteln aus der Apotheke über – oder du besorgst Dir ein Vereisungsspray (dazu später mehr)!

Honig und Kokosöl

Honig und Kokosöl sind schonende Varianten zum oben beschriebenen Zitronensaft-Apfelessig-Gemisch. Sowohl Honig als auch Kokosöl haben antivirale Eigenschaften. Sie sind nicht säurehaltig und wirken somit deutlich schonender.

Da es durch die fehlende Säure nicht zur schichtweisen Abtragung der Warze kommt, muss dies der Körper selbst erledigen. Dies dauert aber deutlich länger. Deswegen eignet sich Honig oder Kokosöl nur bei relativ jungen und kleinen Warzen, bei denen sich noch keine dicke Hornhautschicht gebildet hat.

Wie anwenden?

Einfach Honig oder Kokosöl mehrmals täglich auftragen und mit einem Heftpflaster abdecken.

Tipp: Die Konzentration der Wirkstoffe ist bei Manuka-Honig aus Neuseeland um ein Vielfaches höher als bei anderen Honig-Sorten. Manuka Honig ist leider auch teurer, aber die Investition wird sich lohnen, falls Du dich für die Honig-Variante entscheiden solltest.

Bananenschalen

Falls Deine Warze zum Jucken neigt, empfehle ich Dir Bananenschale. Diese hat eine allgemeine juckreizlindernde Wirkung.

Es soll auch Leute geben, deren Warze durch regelmäßige Anwendung von Bananenschale weggegangen sein soll. Ich würde Dir aber zum Entfernen der Warze die oben genannte Variante mit Zitronensaft, Apfelessig, Knoblauch und Backpulver empfehlen.

Wie anwenden?

Einfach ein kleines Stückchen Bananenschale, etwa in der Größe der Warze herausschneiden. Dann mit der Innenseite auf die Warze legen und ein Pflaster drüber kleben.

Anwendung mehrmals täglich, bis der Juckreiz verschwunden ist.

Alkohol

Alkohol ist ein ungeeignetes Warzenmittel, wenn es um die Entfernung der Warze zu geht. Er ist aber hervorragend bei Verletzungen oder Rissen in der Warze zur Desinfektion geeignet.

Verwende aber nur hochprozentigen Alkohol (mindestens 40%) zum Desinfizieren, z.B. Wodka.

Wie anwenden?

Einfach einen Wattebauch mit Alkohol tränken und die zu desinfizierende Warze damit betupfen. Solange einwirken lassen, bis der Alkohol eingezogen oder verflogen ist. Nicht regelmäßig anwenden, da sonst die Gefahr droht, dass die Haut austrocknet.

Du kannst natürlich auch normales Desinfektionsmittel anstelle von Alkohol verwenden.

WARZENMITTEL #2: PFLANZLICHE MITTEL GEGEN WARZEN

Warzenkraut

Schöllkraut (lat. Chelidonium majus) gehört zur Familie der Mohngewächse. Es ist für seine Wirkung gegen Warzen seit langem bekannt und wird deswegen auch Warzenkraut genannt.

Woher kommt Schöllkraut?

Die bekannte Heilpflanze kommt ursprünglich aus Europa, wurde aber aufgrund ihrer Heilwirkung gegen viele Hautkrankheiten von den Siedlern nach Nordamerika mitgenommen.

Welche Wirkstoffe enthält Schöllkraut?

Die Wirkung des Schöllkrauts beruht auf der Vielzahl der enthaltenen Alkaloide:

  • Berberin
  • Chelidonin
  • Spartein
  • Chelerythrin
  • Coptisin
  • Sanguinarin
  • Chelidoxanthin

Wie wirkt Schöllkraut?

Die Inhaltsstoffe konzentrieren sich in der Pflanze gegen Ende des Sommers und im Herbst, so dass der Verzehr der Pflanze giftig wird. Lokal auf die Haut aufgetragen, hat Schöllkraut-Extrakt dagegen folgende positive Eigenschaften:

  • Schöllkraut wirkt antibakteriell, antimykotisch und antiviral. Es bekämpft also Bakterien, Pilze und Viren.
  • Es wirkt leicht zytotoxisch, tötet also Zellen ab. Genau dies hilft aber beim Beseitigen der Warze: es tötet die mit Viren befallenen Hautzellen der Warze ab.

 

Wie anwenden?

Einfach einen Wattebausch mit Alkohol tränken und die zu desinfizierende Warze damit betupfen. Solange einwirken lassen, bis der Alkohol eingezogen oder verflogen ist. Nicht regelmäßig anwenden, da sonst die Gefahr droht, dass die Haut austrocknet.

Du kannst natürlich auch normales Desinfektionsmittel anstelle von Alkohol verwenden.

Teebaumöl

Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums gewonnen. Der Australische Teebaum gehört zur Familie der Myrtengewächse. Aufgrund seiner lipophilen Eigenschaft zählt Teebaumöl zu den Ätherischen Ölen.

Es ist bekannt, dass schon Aborigines, die Ureinwohner Australiens, Teebaumblätter für Heilzwecke einsetzten, u.a. bei Infektionen wie Grippe und Erkältung oder zur Förderung der Verdauung.

Welche Wirkstoffe enthält Teebaumöl

Der Hauptwirkstoff von Teebaumöl ist das sogenannte Terpenin-4-ol. Achte bei den Teebaumöl-Produkten darauf, dass mindestens 1/3 dieses Hauptwirkstoffs enthalten ist. Dies ist auf dem Etikett auf der Rückseite der Verpackung ersichtlich.

Insgesamt enthält Teebaumöl noch weitere (fast 100) Substanzen, die wichtigsten davon sind:

  • der Hauptwirkstoff Terpinen-4-ol
  • Alpha-Terpinen
  • Terpineol
  • Terpinolen
  • Pinen
  • Phellandren
  • Myrcen

Einsatzmöglichkeiten von Teebaumöl

Teebaumöl ist antibakteriell und antifungizid, wirkt also gegen Bakterien und Pilze. Man setzt es in der Naturmedizin nicht nur bei vielen Hauterkrankungen, sondern auch bei Rheuma, muskulären Problemen und Husten ein.  Somit hat Teebaumöl ein äußerst vielfältiges Wirkspektrum.

Wie anwenden?

Vor der ersten Anwendung solltest Du das Teebaumöl auf eine kleine unkritische Stelle auftragen. Um zu testen, ob bei Dir eine Allergie gegen Teebaumöl vorliegt. Diese ist zwar selten, sollte aber ausgeschlossen werden, bevor Du das Teebaumöl auf die Warze aufträgst.

Teebaumöl als flüssiges Öl auf die Warze auftragen und wenige Minuten einziehen lassen. Ein Pflaster ist nicht notwendig.

Auch hier ist eine regelmäßige Anwendung für den Erfolg ausschlaggebend.

Aloe Vera

Die Aloe Vera ist ein echter Tausendsassa unter den Heilpflanzen. Sie wirkt nicht nur gut gegen Warzen, sondern kann bei einer Vielzahl von Hautproblemen eingesetzt werden. Sie wirkt gegen Keime, pflegt die Haut und spendet ihr Feuchtigkeit.

Wie anwenden?

Falls Du zu Hause eine Aloe Vera Pflanze hast, dann schneide ein Stückchen heraus und drücke den Aloe Vera Saft direkt auf die Warze drauf. Ansonsten kannst Du Aloe Vera Extrakt aus dem Handel verwenden. Anschließend ein Pflaster auf die Warze kleben, damit der Aloe Vera Saft einwirken kann.

Weitere pflanzliche Mittel

Es gibt noch eine weitere Reihe von pflanzlichen Warzenmitteln, die zur Entfernung von Warzen in Frage kommen, z.B. Propolis, welches von Bienen hergestellt wird, sowie Rizinusöl, welches aus dem tropischen Wunderbaum, genauer gesagt aus dessen Samen, gewonnen wird.

Stielwarzen entfernen – Kosten unterschiedlicher Therapien

Stielwarzen entfernen – Kosten unterschiedlicher Therapien

Hast du eine Stielwarze?

Du möchtest sie entfernen lassen…

…weißt aber nicht, welche Kosten auf dich zukommen?

Dann solltest du unbedingt weiterlesen…

In diesem Artikel erfährst du

  • wie dein Hautarzt deine Stielwarze entfernen kann
  • wie teuer die Rechnung des Hautarztes ausfallen kann
  • in welchen Fällen die Kosten von der Krankenkasse bezahlt werden
  • wie du deine Stielwarze auf günstige Art und Weise selbst eliminieren kannst
  • wie hoch die Preise der Produkte zum Selbstentfernen sind
  • Hintergrundwissen über Stielwarzen
Kurzfassung:

Falls Du dir deine Stielwarze beim Hausarzt entfernen lassen möchtest, kannst du mit Kosten zwischen 35 Euro (chirurgischer Eingriff ohne Betäubung) und 60 Euro (Entfernung mittels Laser incl. Betäubung) rechnen – für eine Stielwarze. Diese Kosten musst du in den meisten Fällen selbst bezahlen.

Zur Selbstentfernung gibt es zwei wirksame Methoden: Vereisen der Warze und Abbinden der Warze mit Gummibändern. Diese Verfahren sind deutlich günstiger und kosten 15 Euro (Vereisen-Methode) bzw. 20 Euro (Gummiband-Methode). Man kann damit auch mehrere Warzen auf einmal beseitigen.

Wie der Hautarzt Stielwarzen entfernt

Dem Hautarzt stehen folgende Methoden zur Entfernung von Stielwarzen zur Verfügung (1):

  1. Elektrokoagulation
  2. Lasertherapie
  3. Operative Entfernung

Die Elektrokoagulation wird auch elektrische Verschorfung genannt. Bei dieser Methode wird das Fibrom mittels Hochfrequenzstrom zerstört. Hierzu wird sie mit einer Metallkugel verbunden, durch die dann hochfrequenter Strom fließt. Dadurch kommt es zum Erhitzen der Warze und einer Schorfbildung. Die Warze fällt schließlich ab (2).

Die Lasertherapie nennt man im Gegensatz zur Elektrokoagulation auch Lichtkoagulation. Als erstes wird der Arzt das zu entfernende Fibrom mittels einer kleinen Injektion lokal betäuben. Anschließend wird sie mit einem Laserstrahl einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Durch die Umwandlung der Lichtenergie in Wärme kommt es zum Verbrennen der Stielwarze.

Bei der operativen Entfernung werden die Stielwarzen – ebenfalls unter örtlicher Betäubung – mit einer chirurgischen Schere, einem Skalpell oder dem sogenannten scharfen Löffel beseitigt.

Welche Methode du bevorzugst, ist letztlich Geschmackssache. Alle drei Verfahren haben quasi eine hundertprozentige Erfolgsquote.

Ich persönlich würde dir zu dem Laserverfahren raten, wenn du mindestens drei Stielwarzen auf einmal entfernen lassen möchtest. In diesem Falle hast du ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, da der Preis für das zweite und folgende Fibrome deutlich günstiger ist als für das erste Fibrom.

Was kostet die Stielwarzen-Entfernung beim Hautarzt?

Generell möchte ich bemerken, dass die Preise von Hautarzt zu Hautarzt variieren können. Zwar sind Ärzte an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden. Dies gilt jedoch nicht für private Leistungen.

Die Entfernung von Stielwarzen ist in den allermeisten Fällen medizinisch nicht notwendig, sondern geschieht aus ästhetischen oder kosmetischen Gründen. Deswegen zählt die Behandlung zu den privaten Leistungen, die nicht unter die Gebührenordnung fallen.

Nun aber zu den Preisen:

  1. Die Elektrokoagulation scheint mittlerweile nur noch selten Anwendung zu finden. Meine Recherche für Elektrokoagulation im Allgemeinen, wie sie beispielsweise auch zur Verödung von Blutgefäßen zum Einsatz kommt, ergab einen Preisrahmen von 30 bis 50 Euro. Die Elektrokoagulation als Therapie zur Entfernung von Stielwarzen ist von der Lasertherapie abgelöst worden.
  2. Die Entfernung mittels Laser ist ab 40 Euro für das erste Fibrom zu haben. Falls Sie in der gleichen Lasersitzung gleich mehrere Fibrome lassen, sind die Kosten für die weiteren Fibrome dann deutlich günstiger (ca. 5-7 Euro pro weiterem Fibrom). Dazu kommen jedoch Beratungskosten von ca. 20 Euro und – falls gewünscht – Laborkosten von 20 bis 40 Euro. Das bedeutet, dass du für die Entfernung eines einzelnen Fibroms mit Gesamtkosten von 60 Euro rechnen kannst.
  3. Die chirurgische Entfernung der Stielwarze ist etwas günstiger. Falls der Eingriff ohne lokale Betäubung durchgeführt werden kann, bist du ab 20 Euro dabei, mit Betäubung sind es eher 35 bis 40 Euro.

Es ist empfehlenswert, die Preise aufgrund teilweise erheblicher Preisunterschiede genau zu vergleichen. Fragen Sie am besten vorab telefonisch nach oder lassen sich bei einem Termin beraten, mit welchen Kosten sie rechnen müssen.

Falls es bei Ihnen um eine größere Anzahl an Stielwarzen geht, lassen Sie sich ruhig einen Kostenvoranschlag erstellen, um Überraschungen bei der Rechnungsstellung zu vermeiden.

Hintergrundwissen Stielwarzen

Stielwarzen bzw. Fibrome (lat. Fibroma molle), werden nicht wie andere Warzen durch Viren verursacht. Sie entstehen vielmehr durch eine Wucherung des Bindegewebes. Die Zellen des Bindegewebes heißen Fibrozyten (Fibroblasten), von daher kommt auch der Name Fibrom.

Meist sind sie nur wenige Millimeter groß, eher weich und bräunlich bis hautfarben. Sie sind in der Regel schmerzfrei und verschwinden nicht von alleine wie andere Warzenarten.

Fibrome bilden sich bevorzugt an Hautfalten:

  • In der Leistengegend
  • Um die Augen (Augenlid)
  • Am Hals und Nacken
  • Gelegentlich auch in der Po- oder Brustfalte

In den allermeisten Fällen stellen sie ein rein kosmetisches Problem dar. Durch Reizungen und Schweißbildung kann es aber auch zu Blutungen und Entzündungen kommen.

In welchen Fällen zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse zahlt eine Therapie zur Entfernung von Warzen nur, wenn diese medizinisch notwendig ist, z.B. in folgenden Fällen:

  • Wenn sich die Warze entzündet hat, verletzt ist oder blutet
  • Wenn die Gefahr einer Infektion droht
  • Wenn die Warze starke Schmerzen verursacht (z.B. eine Dornwarze)
  • Wenn die Warze an einer extrem ungünstigen Stelle sitzt, z.B. am Auge, wo sie den Lidschlag stört
  • Bei Feigwarzen im Genitalbereich, die aber nicht zu den Fibromen zählen

In den allermeisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall. Viel öfter ist die Stielwarze ein optischer Störfaktor. Machen Sie sich also am besten keine großen Hoffnungen und gehen Sie davon aus, dass Sie die Kosten selbst tragen müssen.

Wie du deine Stielwarze selbst behandeln kannst

Es gibt unzählige Methoden, die angeblich gegen Stielwarzen helfen sollen. Ich möchte diese nicht alle aufzählen, sondern dir nur die beiden wirklich wirksamem Verfahren nennen.

  1. Vereisen der Stielwarze
  2. Abbinden der Stielwarze mit einem Gummi

Welche Methode die geeignete Variante ist, kannst Du hier lesen.

Beim Vereisen wird das Fibrom auf bis zu -80° Celsius heruntergekühlt. Dadurch stirbt die Warze und fällt ab.

Bei der zweiten Variante bindet man die Stielwarze mit einem Gummi ab. Dadurch wird die Blutzufuhr zur Warze abgebunden, so dass sie nicht mehr durchblutet wird. Nach ca. 5-10 Tagen ist die Warze ausgetrocknet und abgestorben und fällt ebenfalls ab.

Auch wenn es sich nicht jeder zutraut, seine Stielwarze selbst zu behandeln, so muss man dennoch sagen, dass diese Verfahren ziemlich effektiv und wirksam sind.

Die Produkte zum Selbstentfernen und ihre Preise

Beide Verfahren lassen sich bequem von zu Hause aus anwenden.

Das Vereisen kann mit einem Vereisungsspray für Warzen durchgeführt werden.

Auch zum Abbinden der Stielwarze mit einem Gummiband gibt es ein hilfreiches Produkt, welches einerseits die Gummis selbst, andererseits eine Hilfskonstruktion zum Anbringen der Gummis enthält.

  1. Das Vereisungsspray ist ab ca. 15 Euro erhältlich.
  2. Das Produkt zum Abbinden der Gummis kostet gut 20 Euro.

Der Vorteil beider Produkte ist, dass diese mehrmals – also für mehrere Warzen – verwendet werden können. Zudem können die Verfahren bequem von zu Hause aus angewandt werden. Dies spart eine Menge Zeit, die du sonst für die Fahrt zum und die Warterei beim Hautarzt aufwenden müsstest.

Fazit

Du hast drei Verfahren zum Entfernen lassen und zwei Verfahren zum Selbst entfernen kennengelernt. Alle vorgestellten Verfahren sind wirksam und man kann nicht wirklich etwas falsch dabei machen.

Traust du dir zu, deine Warze selbst zu behandeln, dann entscheide dich für eines der beiden Verfahren. Lies hier, welche Methode die richtige für dich ist.

Möchtest du deine Warze lieber vom Fachmann entfernen lassen, gehe zu deinem Hautarzt deines Vertrauens (falls du einen hast) oder suche dir einen aus, der dein gewünschtes Verfahren (z.B. Lasertherapie) auch anbietet.  Informiere dich am besten vor dem Termin telefonisch über die Preise.


Mit Homöopathie Warzen vorbeugen und behandeln

Mit Homöopathie Warzen vorbeugen und behandeln

Leiden Sie auch unter einer oder sogar unter mehreren Warzen?

Haben Sie sich schonmal die Frage gestellt, wieso bei manchen Leuten die Warzen so schnell wieder verschwinden?

Und wieso sich Warzen bei anderen Menschen wiederum hartnäckig halten, immer wieder kommen oder sich sogar ausbreiten?

Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen. Sie werden erfahren:

  • was Warzen sind, woher sie kommen und wie sie entstehen
  • warum eine lokale Behandlung der Warze mit üblichen Warzenmitteln oftmals nicht ausreichend ist
  • wie die Homöopathie helfen kann, indem sie den ganzen Menschen und nicht nur die Warze behandelt
  • wie Sie Ihre Warze homöopathisch behandeln und wie sie mit der Homöopathie erneuter Warzenbildung vorbeugen können
  • welches individuelle Mittel für Sie die richtige Wahl ist

Doch zunächst wollen wir uns einmal anschauen, was Warzen eigentlich sind, woher sie kommen und wie sie üblicherweise behandelt werden.

Was sind Warzen?

Warzen kommen an den unterschiedlichsten Körperstellen vor. Auch in ihrem Aussehen können sie sich teils stark voneinander unterscheiden.

Sie werden durch eine Infektion mit HPV verursacht. Das sind Viren, die zur Familie der Humanen Papillomaviren (HPV) gehören. Diese Viren sind sehr widerstandsfähig und hoch ansteckend.

Auch wenn Warzen in jedem Alter auftreten können, sind vor allem Kinder und Jugendliche in stärkerem Maße betroffen. Dies hat mit dem Immunsystem und – bei Jugendlichen in der Pubertät – mit dem Hormonsystem zu tun.

Mit Ausnahme der Genitalwarzen sind Warzen aus medizinischer Sicht völlig unbedenklich. Sie stellen aber oftmals ein ästhetisches Problem dar, insbesondere im Gesicht und an den Händen. Dornwarzen unter den Fußsohlen können außerdem starke Schmerzen beim Gehen und Stehen verursachen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Es gibt unzählige Behandlungsmethoden zum Entfernen der Warze:

  • Vereisen der Warze
  • Hornhautlösung durch verätzende Mittel
  • unterschiedliche Verfahren mit dem Laser
  • Ausbrennen der Warze
  • Elektrokoagulation
  • Chirurgische Entfernung

Während einige Methoden Narben verursachen, führen andere Therapien nicht zu nachhaltigem Erfolg – die Warze kann nachwachsen. Wer geduldig ist kann auch Abwarten. Die Chance, dass die Warze von selbst verschwindet ist

  • innerhalb der ersten drei Monate ca. 1:3
  • innerhalb eines Jahres ca. 1:2
  • innerhalb von zwei Jahren ca. 2:3

Das bedeutet, nach zwei Jahren sind von drei Warzen im Schnitt zwei von selbst wieder verschwunden. Für diejenigen, die nicht solange warten wollen, kann die Homöopathie eine hilfreiche Alternative darstellen – und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Warzen in der Homöopathie

Warzen werden meist nur als kleiner Makel auf der Haut ohne weitere Bedeutung angesehen. Mit dem Entfernen der Warze sei das Problem gelöst. Aber ist das so einfach? Homöopathen sagen Nein.

Warzen sind vielmehr ein Anzeichen einer tiefer liegenden Schwäche oder Anfälligkeit, durch die es der Warze überhaupt erst möglich wird, weiterhin zu bestehen. Nach dem lokalen Entfernen der Warze ist zwar der Makel an der Haut beseitigt, die zugrunde liegende Anfälligkeit der Person wurde jedoch nicht behoben. Sie ist weiterhin anfällig für zukünftige gesundheitliche Probleme.

Vielmehr ist jetzt ein ganzheitlicher Ansatz gefragt – genau hier liegt die Stärke der Homöopathie. Sie unterstütz die allgemeinen Gesundheit des Menschen durch ein passendes homöopathisches Mittel. Dadurch erzielt man weitreichende Verbesserungen und korrigiert die zugrunde liegende Schwäche des Systems.

Die besten homöopathischen Mittel gegen Warzen

Die besten Ergebnisse liefern homöopathische Mittel, die sowohl zu den Eigenschaften der Person also auch zu dem Aussehen der Warze passen. Unter dieser Berücksichtigung finden die folgenden drei homöopathischen Mittel besonders häufig Anwendung:

  1. Antimonium crudum (Ant-c.)
  2. Nitricum acidum (Nit-ac.)
  3. Thuja occidentalis (Thuj.).

Lesen Sie weiter, um mehr über diese und andere homöopathischen Mittel gegen Warzen zu erfahren. Antimonium crudum (Ant-c.):

  • Bei harten, eher glatten Warzen, die oft in Gruppen auftreten.
  • Falls Sie leicht reizbar sind, weißen Zungenbelag aufweisen, zu Übergewicht neigen oder unter Verdauungsbeschwerden leiden.

Calcarea carbonica (Calc.):

  • Bei runden, harten Warzen, die vereinzelt auftreten.
  • Besonders bei Warzen, die nach innen wachsen und außen durch Hornhaut geschützt sind, z.B. Dornwarzen.
  • Falls Sie zu feuchten Händen und Füßen neigen.
  • Falls Sie ein familiärer Mensch sind, der eher Routine und Vertrautes mag als Abwechslung und Ungewohntes.

Causticum (Can.):

  • Bei alten, großen Warzen im Gesicht (vor allem auf der Nase) oder unter den Fingernägeln.
  • Bei Warzen an den Fingerspitzen, die leicht zu bluten beginnen.
  • Wenn die Warzen dazu neigen, hart zu werden, sich entzünden oder schmerzen.
  • Wenn die Warzen auf weißlich gelber, schmutzig aussehender Haut sitzen.
  • Bei Menschen, die Angst davor haben, dass etwas Schlimmes oder Schreckliches passiert.
  • Bei Menschen, die großes Mitleid für andere empfinden und darunter selbst leiden.

Cinnabaris (Cinnb.):

  • Ein bewährtes Mittel bei Alterswarzen und Dellwarzen (Molluscum contagiosum). Letztere sind Papeln, die etwa stecknadelkopfgroß sind. Sie haben eine glatte Oberfläche und sind meist hautfarben, weiß oder transparent.
  • Bei Menschen, die zu Sinusitis neigen.

Dulcamara (Dulc.):

  • Bei flachen Warzen im Gesicht oder auf dem Handrücken.
  • Bei weichen bräunlich-schwarzen Warzen auf dem Rücken.
  • Bei Menschen mit wetterabhängigen rheumatischen Beschwerden (Verschlimmerung bei Kälte oder Feuchtigkeit).

Ferrum picricum (Ferr-pic.):

  • Bei kleinen spitzen Warzen, die in Gruppen auftreten.
  • Auch bei flachen Warzen oder solche mit unregelmäßigen Rändern. Solche Warzen sind oft im Gesicht, Nacken, and Händen und Handgelenken sowie am Knie anzutreffen.
  • Bei Männern, die zu Prostatabeschwerden (Vergrößerung) neigen.

Graphite (Graph.):

  • Bei Warzen in der Nähe der Fingernägel.
  • Bei Mosaikwarzen an Hand oder Fußsohle, die gelblich aussehen können.
  • Bei Menschen, denen es schwer fällt, Entscheidungen zu treffen.
  • Bei Menschen, die zu Wulstnarben (Keloidnarben) neigen.

Natrium muriaticum (Nat-m):

  • Bei Warzen an den Handflächen und Fußsohlen.
  • Bei Menschen, die eher verschlossen, introvertiert oder sensibel sind.

Nitricum acidum (Nitac.):

  • Bei großen (gelblichen) Warzen, die zu Schmerzen, Juckreiz, Rissen und Blutungen neigen.
  • Bei Dornwarzen und sonstigen Warzen, die nach innen wachsen.
  • Bei Warzen mit einer Delle und einem umgebenden Hornhautwall.
  • Für Menschen, die sich starke Sorgen um ihre Gesundheit machen, z.B. Angst vor Krebs haben.

Ruta graveolens (Ruta):

  • Besonders gut geeignet bei Dornwarzen an den Handinnenflächen.
  • Für Menschen, die anfällig für Verletzungen und Entzündungen an Sehnen und Knochenhaut sind.

Thuja occidentalis (Thuj.):

  • Bei einzelnen Warzen, die gezackt sein können, leicht riechen oder bluten.
  • Bei Mosaikwarzen an der Fußsohle.
  • Bei Genitalwarzen oder Warzen im Analbereich sowie bei Fleischerwarzen.
  • Bei Menschen, die zu Geschwüren oder Tumoren neigen.
  • Bei Menschen, den wichtig ist, was andere Leute über sie denken.

Thuja ist das häufigste Mittel gegen unterschiedlichste Warzenarten. Falls kein anderes Mittel besonders geeignet erscheint, sollte man auf Thuja zurückgreifen.

Warnung

Einige Hautkrebsarten, z.B. die sogenannten Plattenepithelkarzinome, können aufgrund ihres ähnlichen Aussehens leicht mit Warzen verwechselt. Deswegen ist es wichtig, im Zweifelsfall eine sichere Diagnose beim Arzt einzuholen.

Im Falle von Genitalwarzen ist für Frauen auch wichtig, einen PAP-Abstrich machen zu lassen. Dies ist ein Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Man kann damit überprüfen, ob keine präkanzerösen Veränderungen am Gebärmutterhals stattgefunden haben.

Fazit

Warzen sprechen in der Homöopathie am besten auf eine individuelle Behandlung an.

In einer Studie (Gupta, Bhardwaj und Manchanda, 1991) verschwanden die Warzen bei 90% aller Patienten mit verschiedenen Arten von Warzen innerhalb von sechs Monaten, wenn die homöopathischen Mittel individualisiert auf die Symptome der Warzen und die Persönlichkeit der Menschen abgestimmt waren (2).

In einer anderen Studie (Labrecque, Audet, Latulippe, 1992) mit einem Kombinationsmittel für Warzenwarzen, welches nicht auf die individuellen Symptome der Patienten abgestimmt wurde, konnte kein positives Ergebnis beobachtet werden (3).

Wie Sie sehen, ist Homöopathie auch nicht gleich Homöopathie. Es kommt tatsächlich darauf an, ein Mittel zu wählen, das sowohl zu Ihrer Warze als auch zu Ihrer Persönlichkeit am besten passt.


Warzen – woher kommen sie eigentlich?

Warzen – woher kommen sie eigentlich?

Sie entstehen scheinbar aus dem Nichts – Warzen. Oftmals bleiben Sie für sehr lange Zeit bestehen und manchmal verschwinden sie genauso schnell wie sie gekommen sind. In selteneren Fällen vermehren sich die Warzen auch und breiten sie sich aus.

Doch viele wissen nicht, wo die Warzen herkommen. Warum entstehen sie und was ist die Ursache?

Warzen werden durch Viren verursacht. Es handelt sich hierbei nicht um beliebigen Viren, sondern um Viren aus der Familie der Humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren führen zur Infektion der obersten Hautschicht, welche dann zu wuchern beginnt, so dass eine Warze entsteht. Somit sind Warzen nichts anderes als Hautwucherungen, die durch eine Infektion mit einem HPV ausgelöst wurden.

Was sind Viren?

Viren sind Erreger von Krankheiten, ihr Name leitet sich vom Lateinischen (Virus=Gift) ab. Bisher konnte man ungefähr 3.000 unterschiedliche Virenarten identifizieren. Es gibt vermutlich aber noch viel mehr von diesen infektiösen Partikeln.

Viren sind extrem klein, noch deutlich kleiner als Bakterien. Ihre Größe liegt je nach Virenstamm zwischen 0,02 und 0,2 µm (µm=ein Millionstel Meter). Bakterien haben zum Vergleich eine Größe zwischen 1 und 10 µm, sind somit bis zu 5.000 mal größer.

Anders als Bakterien sind sie per Definition keine Lebewesen, denn sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich auch nicht selbständig reproduzieren.

Es gibt viele Krankheiten, für die Viren verantwortlich sind:

  1. Aids/HIV
  2. Hepatitis A-E
  3. Herpes
  4. Influenza (die echte Grippe)
  5. Erkältungen
  6. Masern
  7. Mumps
  8. Röteln
  9. Pfeiffersches Drüsenfieber
  10. Tollwut
  11. und viele viele andere

Wie sind Viren aufgebaut?

Viren bestehen – vereinfacht ausgedrückt – hauptsächlich aus Erbinformationen, die in Form von DNA und RNA codiert ist. Diese Erbinformationen in eine Hülle gepackt – ein Virus ist nicht viel mehr als das.

Die Erbinformationen enthalten das Programm des Virus zu seiner Vermehrung und seiner Verbreitung. Der Virus ist aber nicht dazu in der Lage, dieses Programm selbst abzuspielen. Genau hierzu benötigt der Virus eine sogenannte Wirtszelle, die er zuvor infizieren muss.

Genau dies ist auch der Grund, warum ein Virus überhaupt Interesse hat, im Menschen (oder auch bei Tieren und sogar Pflanzen) eine Infektion auszulösen. Denn durch die Infektion gelingt es dem Virus, sich massiv zu vermehren.

Wie vermehren sich Viren?

Nachdem der Virus in die Wirtszelle eingedrungen ist, gibt er sein Erbgut in die Zelle frei. Die Wirtszelle ist ständig damit beschäftigt, eigene Zellbausteine herzustellen, die durch die eigene DANN codiert sind. Da nun aber auch DNA und RNA des Virus in der Zelle vorhanden ist, stellt die Wirtszelle jetzt nicht nur eigene Zellbausteine her, sondern auch Teile des Virus, die schließlich zu dem kompletten Virus zusammengesetzt werden.

Nachdem die Wirtszelle auf diese Art und Weise tausende von Viren hergestellt hat, stirbt sie schließlich ab. Die Viren werden nun freigesetzt und versuchen, andere Wirtszelle zu infizieren und sich dort einmal mehr zu vermehren.

Aus einem Virus sind so tausende Viren entstanden, und wenn es nur hundert dieser Viren gelingt, eine Wirtszelle zu befallen, so entstehen in der zweiten Generation schnell hunderttausende von Viren.

Welche Rolle spielt das Immunsystem?

Damit dieser Vorgang nicht ungestoppt abläuft, gibt es noch das Immunsystem. Dieses hat die Aufgabe, die Vireninfektion zu stoppen. Damit das Immunsystem aber effizient gegen die Viren vorgehen kann, muss es erst lernen, wie es geeignete Antikörper gegen die Viren produzieren kann.

Dieser Lernvorgang dauert mindestens einige Tage, kann aber – wie dies auch bei den Warzenviren der Fall ist – viel längere Zeit andauern.

Bei einer normalen Erkältung merken wir meist bereits nach einigen Tagen, dass wir über den Berg sind und die Erkältungssymptome nachlassen. Genau dies ist der Zeitpunkt, an dem unser Immunsystem beginnt, die Erkältungsviren effektiv mit Hilfe der produzierten Antikörper zu bekämpfen.

Welche Viren verursachen Warzen?

Die Viren, die Warzen verursachen, gehören zu der Familie der Humanen Papillomviren. Diese Virenfamilie ist extrem widerstandsfähig und führ zu einer Infektion der Epithelschicht, die sich im Oberhautgewebe befindet. Das Epithelgewebe zählt zusammen mit dem Muskel-, Nerven- und Bindegewebe zu den sogenannten 4 Hauptgewebearten.

Nachdem ein Virus die äußere Schutzbarriere und auch die Hornhaut durchdrungen hat, kann es eine Epithelzelle infizieren. Es entstehen schließlich Warzenzellen, die dann mehr oder weniger zu wuchern beginnen. Das Ergebnis ist die Bildung einer Warze.

Eine Ausnahme stellen die sogenannten Dellwarzen dar. Sie werden nicht duch HPV, sonder durch ein Pockenvirus ausgelöst. Stielwarzen sowie Alterswaren haben andere Ursachen. Ihnen liegt keine Vireninfektion zugrunde.

Kategorisierung der HPV-Familie

Man hat inzwischen mehr als hundert verschiedene Warzentypen identifiziert, die zur Gruppe der Humanen Papillomviren gehören. Für eine bessere Übersicht hat man deswegen eine weitere Kategorisierung der Viren vorgenommen, die in Untergruppen von HP-Viren resultieren. Diese werden einfach durchnummeriert und mit HPV-1, HPV-2 etc. bezeichnet.

Da unterschiedliche Virenstämme auch zu unterschiedlichen Warzenarten führen, hat man die Kategorisierung sinnvollerweise so vorgenommen, dass Viren in der gleichen Untergruppe die gleichen Warzenarten hervorrufen können.

Eine weitere Unterscheidung, die man getroffen hat, ist die zwischen sogenannten Low-Risk-Viren und High-Risk-Viren. Das Risiko bezieht sich hierbei vor allem auf die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, desweiteren von einigen Krebserkrankungen im Anal und im Mundbereich.

Wo lauern die Warzenviren?

HPV wird sowohl durch Kontaktinfektion als auch durch Schmierinfektion übertragen.

Kontaktinfektion bedeutet, dass man sich direkt an einer anderen Warze anstecken kann. Dies kann sein

  1. beim Händeschütteln, wenn der andere eine Warze an der Hand hat.
  2. beim Geschlechtsverkehr, wenn der Sexualpartner unter Genitalwarzen (Feigwarzen) leidet, die im Übrigen nicht immer mit bloßem Auge sichtbar sind.
  3. beim Kratzen oder Berühren der eigenen Warze (Selbstansteckung)

Bei der Schmierinfektion gehen die Viren zunächst auf ein anderes beliebiges Objekt oder einen Gegenstand über. Da HP Viren extrem widerstandsfähig sind, können sie dort sehr lange überleben – auch wenn sie gar keine Lebewesen im eigentlichen Sinne sind. Besonders lange überleben Sie in feuchtem Milieu.

Klassisches Beispiel ist der Schwimmbadboden, über den vor allem Dornwarzen übertragen werden. Durch die meist aufgeweichte Haut haben diese Viren darüber hinaus auch noch leichtes Spiel, die oberste Hautschicht eines zu infizierenden Fußes zu überwinden.

Wie kann man der Ansteckung mit Warzenviren vorbeugen?

Mit folgenden Tipps minimieren Sie ihr Risiko zur Ansteckung:

  1. Verwenden Sie Kondome beim Geschlechtsverkehr mit neuen Sexualpartnern, bei dem Sie eine Infektion mit Genitalwarzen nicht ausschließen können.
  2. Vermeiden Sie es, eigene Warzen zu berühren oder gar an diesen zu kratzen, um eine Selbstansteckung und Verbreitung der Warze zu vermeiden.
  3. Tragen Sie unbedingt Badeschuhe sowohl in Schwimmbädern als auch in öffentlichen Duschen wie beispielsweise im Sportverein oder im Fitness-Studio.
  4. Pflegen Sie ihre Haut, so dass diese weich und geschmeidig bleibt, um Rissen und kleinen Verletzungen vorzubeugen, welche die Infektion begünstigen würden.
  5. Verwenden Sie eigene Hygieneartikel wie Handtücher, Nagelschere und Nagelfeile, Produkte zur Fußpflege etc., anstatt sie mit anderen Leuten zu teilen.
  6. Zuletzt hilft auch ein starkes Immunsystem, eine potentielle Infektion im Keim zu ersticken.

Fazit

Bis auf Stielwarzen und Alterswarzen werden Warzen durch Viren verursacht. Mit Ausnahme der Dellwarzen, die durch Pockenviren verursacht werden, gehören die Warzenviren zur Gruppe der Humanen Papillomviren mit einer Anzahl von mehr als hundert unterschiedlichen Virenstämmen. Je nach Virus-Untertyp entstehen dann unterschiedliche Warzenarten.

Da die HPV extrem widerstandsfähig sind, ist eine Ansteckung nicht nur durch direkten Kontakt, sondern auch indirekt über eine Schmierinfektion möglich. Sie haben erfahren, wo die größte Gefahr einer Ansteckung lauert und wie Sie sich am besten davor schützen können.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Viren

https://de.wikipedia.org/wiki/Humane_Papillomviren

http://www.biologie-schule.de/bakterien-viren-vergleich.php

http://www.medizinfo.de/impfen/erreger/viren.shtml


Kann man Warzen selbst ausbrennen?

Kann man Warzen selbst ausbrennen?

Warzen durch Ausbrennung zu entfernen ist nur eine von vielen möglichen Therapieformen. Sowohl die Laserbehandlung als auch die sogenannte Elektrokoagulation sind Verfahren, die in der hautärztlichen Praxis zum Einsatz kommen. In beiden Verfahren kommt es zu extremer Hitzeentwicklung. Die Hitze zerstört die Haut-und die Warzenzellen, so dass es zum Absterben der Warze kommt.
Ein ähnliches Prinzip kommt bei der Kryotherapie (Vereisen der Warze) zum Einsatz. Nur ist es hier statt der Hitze eine extreme Kälte bis -190° Celsius, welche die Warzenzellen abtötet.

Doch kann man Warzen auch selbst ausbrennen? Theoretisch ja, wenn man die richtige Technik anwendet. Allerdings geschieht diese Behandlung natürlich auf eigene Gefahr. Man sollte schon etwas Mut aufbringen, um sich dieser Form der Selbstbehandlung zu unterziehen. Dafür wird man, falls alles gut funktionieren sollte, mit einer kurzen Therapiedauer und sehr geringen Kosten belohnt.

Lesen Sie weiter, um eine genaue Schritt-Für-Schritt-Anleitung zum Ausbrennen Ihrer Warze kennenzulernen.

Wie sie Ihre Warze eigenhändig ausbrennen können

Mit der im Folgenden beschriebenen Methode ist es Ihnen möglich, Ihre Warze quasi über Nacht oder innerhalb weniger Tage loszuwerden. Sie ist äußerst wirksam und dazu noch kostengünstig. Sie können damit Dornwarzen oder jede beliebige andere Warzenart behandeln.

Schritt 1:

Alles, was wir benötigen (außer eine Portion Mut), ist ein kleiner Lötkolben. Den gibt es bereits ab 10 Euro bei Amazon, Ebay oder in Ihrem Baumarkt zu kaufen.

Ein Lötkolben ist ein Gerät, mit dem Metalle aufgeschmolzen werden können, um dadurch unterschiedliche Bauteile miteinander zu verbinden. Er hat eine hierzu eine kleine Spitze, die zwischen 200° und 450° Celsius heiß werden kann. Diese heiße Spitze ist hervorragend für unseren Zweck geeignet.

Schritt 2:

Schließen Sie den Lötkolben an die Stromversorgung an und warten, bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat.

Schritt 3:

Beginnen Sie nun vorsichtig, Ihre Warze mit dem Lötkolben auszubrennen. Dieser Vorgang ist normalerweise nicht so schmerzhaft, wie er sich anhört. Denn die Warze besteht hauptsächlich aus schmerzempfindlicher Hornhaut. Natürlich geht das Ganze aber auch nicht ganz schmerzlos über die Bühne.

Unser Ziel ist es übrigens nicht, die Warze herauszubrennen, sondern die Warze so weit zu verbrennen, dass sie abstirbt und in der Folge von selbst abfällt – bzw. vom Körper abgestoßen wird.

Sobald der Lötkolben seine Betriebstemperatur erreicht hat, drücken Sie den Lötkolben punktweise für kurze Zeit auf die Warze. Tun Sie dies in einer kreisförmigen Bewegung vom äußeren Rand der Warze in Richtung Mitte der Warze – also spiralförmig. Sehen Sie sich hierzu das Video an, welches diesen Vorgang sehr deutlich illustriert (ab 1:40 Minuten).

 

Legen Sie eine Pause von etwa einer Minute ein, um anschließend den Vorgang ein weiteres Mal zu wiederholen. Achten Sie darauf, dass jede Stelle der Warze mit der Spitze des Lötkolbens behandelt wurde. Wiederholen Sie den Vorgang insgesamt bis zu drei oder vier Mal.

Innerhalb der nächsten drei bis vier Stunden sollte es zu einer Schwellung der Warze kommen (ähnlich einer Brandblase). In den meisten Fällen fällt die Warze innerhalb der nächsten 24 Stunden oder sogar schon über Nacht ab, es kann aber auch einige Tage dauern, bis dies geschieht.

Tipp:

Wenn Sie Ihre Warze mit einem Lötkolben ausbrennen möchten, können Sie vorher die Haut/Warze durch die Anwendung von Anbesol betäuben. Dies ist ein Gel mit dem Wirkstoff Benzocaine, welches eigentlich zur Schmerzlinderung im Mund gedacht ist. Es kann aber ebenso zur Schmerzlinderung auf die Warze aufgebracht werden. Der Vorgang des Ausbrennens wird dadurch nochmals deutlich angenehmer.

Die Ausbrenn-Methode im Vergleich zu anderen Warzenmitteln

Warum sollten Sie aber diese Methode anwenden und nicht einfach zu einem der unzähligen Warzenmittel aus der Apotheke greifen?

Nun, diese Methode ist einfach um ein Vielfaches wirksamer als die üblichen säurehaltigen Mittel (meist mit Salicylsäure, Milchsäure oder Trichloressigsäure). Diese Mittel führen zu einem schichtweisen Abtragen der oberen Hautschichten. Sie müssen meist über einen Zeitraum von 6-12 Wochen täglich angewendet werden.

Dies führt zu einem enormen Zeitaufwand und ist zudem auch nicht schmerzfrei. Außerdem ist hier die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Warze nicht vollständig abgetötet wird und deswegen nach einiger Zeit wiederkommt.

Die Methode des Verbrennens dagegen erfordert nur einmaligen Aufwand und führt deutlich schneller zum Erfolg. Beachten Sie außerdem, dass selbst die Laserbehandlung zu Schmerzen führt, die mindestens genauso groß sind wie mit dieser Methode. Zudem ist die Laserbehandlung noch deutlich teurer.

Welche Alternativen gibt es?

Falls Sie es sich nicht zutrauen, Ihre Warze selbst auszubrennen, können Sie natürlich auch die Hilfe Ihres Hautarztes in Anspruch nehmen.

Rechnen Sie aber damit, dass Sie die Kosten im Allgemeinen selbst tragen müssen. Je nach Anzahl, Größe und Tiefe der Warze und dem jeweiligen Verfahren können Sie mit 50 bis mehrerer hundert Euro rechnen. Lassen Sie sich in jedem Falle einen Kostenvoranschlag machen, damit Sie von der Rechnung nicht überrascht werden.

Folgende Verfahren versprechen schnelle Erfolge:

  1. Kryotherapie: die Warzen werden mit Hilfe von Flüssigstickstoff bei Temperaturen bis -190°C vereist.
  2. Chirurgische Entfernung: die Warzen werden unter lokaler Betäubung vom Arzt herausgeschnitten.
  3. Lasertherapie: die obersten Hautschichten der Warze werden mit einem Laser bestrahlt.
  4. wIRA-Therapie: bei dieser neuen Methode kommt Infrarot-A-Strahlung zum Einsatz, die gezieht die Warzenviren abtöten soll.

Kryotherapie

Durch die extreme Kälte kommt es zum Absterben sowohl der Warzenzellen als auch der Warzenviren selbst.

Während beim Hautarzt durch die Verwendung von Flüssigstickstoff Temperaturen von bis zu -190° Celsius eingesetzt werden, sind bei der Verwendung von Vereisungsprodukten aus der Apotheke nur Temperaturen zwischen -50° und -80° Celsius möglich – je nach Präparat.

Die Hersteller behaupten, dass meist schon eine Anwendung ausreiche. In der Praxis können Sie aber damit rechnen, dass Sie ihre Warze mindestens drei bis vier Mal im Abstand von drei bis vier Wochen vereisen müssen, um die Warze dauerhaft zu entfernen.

Chirurgische Entfernung

Die Warze wird im Rahmen einer kleinen Operation (OP) herausgeschnitten.

Aufgrund der lokalen Betäubung ist der Eingriff an sich schmerzfrei. Allerdings kann es nach dem Nachlassen des Betäubungsmittels zu stärkeren Schmerzen kommen.

Die blutende Wunde muss intensiv nachversorgt werden, um eine Infektion zu vermeiden. Bis die Wunde geschlossen und einigermaßen abgeheilt ist, vergehen mehrere Wochen.

Lasertherapie

Hier kommen unterschiedliche Wirkprinzipien zum Einsatz:

  1. Abtragung der Warze: Durch einen CO2-Laser oder einen Erbium YAG Laser wird – ganz ähnlich wie beim eigenhändigen Herausbrennen der Warze – die Warze herausgebrannt. Es kann zur Narbenbildung kommen.
  2. Verödung der Blutgefäße: bei diesem Verfahren werden (mit einem gepulsten Farbstofflaser) nur die Blutgefäße, die die Warze versorgen, verödet. Durch die fehlende Blutzufuhr stirbt die Warze schließlich selbst ab. Auch wenn diese spezielle Form der Behandlung aufwendig und auch ein wenig schmerzhaft sein kann, so ist dieses Verfahren dennoch als recht schonend zu bezeichnen, benötigt aber mehrerere Sitzungen.

wIRA-Therapie

Diese recht neue und moderne Form der Warzentherapie wurde in der Hautklinik der Universität Jena entwickelt. Hierbei werden die Warzen mit einer besonders intensiven Infrarot-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge (780nm=Infrarot-A) bestrahlt.

wIRA steht für wassergefiltertes Infrarot A. Denn die anderen Anteile des Infrarot-Spektrums (Infrarot B sowie Infrarot C) werden durch einen Wasserfilter ausgefiltert. Infrarot A ist besonders tiefenwirksam und auch hautschonender im Vergleich zu Infrarot B und C.

Nach einer einwöchigen Vorbehandlung mit hornhautlösenden Mitteln wird die Warze insgesamt 30 Minuten lang bestrahlt. Die Behandlung muss mehrmals (bis zu zehn Mal) in kürzeren Zeitabständen von einigen Tagen wiederholt werden.

In einer Studie, die an der Universität von Jena mit 80 Patienten durchgeführt wurde, konnte bereits nach drei Behandlungen eine Schrumpfung von 80% nachgewiesen werden. Und dies bei Patienten, die bisher mit keiner der üblichen Warzentherapien Erfolg hatten.

Das Verfahren ist demnach eine letzte Hoffnung für austherapierte Patienten, die schon alles Mögliche gegen Ihre Warze ohne Erfolg ausprobiert haben.

Fazit

Allen Methoden der Warzenentfernung haben eine Gemeinsamkeit. Die Warzenzellen müssen zerstört und abgetragen werden.

Dies geht besonders gut und schnell mit Kälte, aber noch besser mit Hitze. Ob die Hitze dabei von einem High-Tech-Laser oder einem Lötkolben kommt, ist den Warzenzellen letztendlich egal.

Falls Sie mutig sind, wissen Sie nun, welche genauen Schritte sie durchführen müssen, um Ihre Warze selbst auszubrennen. Selbstverständlich können Sie sich aber auch mit einer der vorgestellten Methode bei Ihrem Hausarzt behandeln lassen.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6tkolben

http://www.hautarzt-degenhardt.de/warzenentfernung/

https://www.uniklinikum-jena.de/derma/Aktuell/Warzentherapie.html

https://www.hautzentrum-berlin.de/2016/02/12/laserbehandlung-von-warzen/


Was bedeuten die schwarzen Punkte auf meiner Warze?

Was bedeuten die schwarzen Punkte auf meiner Warze?

Warzen sind Hautwucherungen, die an allen möglichen Stellen im Körper vorkommen können.

Das genaue Aussehen kann dabei sowohl in Form, Größe und Farbe stark variieren. Zudem ändert sich das Aussehen der Warze im Laufe der Zeit.

Sehr oft kommt es auch zu schwarzen Punkten auf der Warze, die fälschlicherweise für den Kern oder die Wurzel der Warze gehalten werden.

Tatsächlich handelt es sich bei den schwarzen Punkten, die nicht nur in der Mitte der Warze auftreten, um kleinste Blutgefäße (sogenannte Kapillare bzw. Kapillargefäße), die sich bei manchen Warzen im Laufe der Zeit ausbilden. Diese sind völlig harmlos und bedürfen keiner besonderen Behandlung.

Oftmals entstehen diese schwarzen Punkte auf der Warze auch während einer Warzenbehandlung. Denn durch die Behandlung der Warze, z.B. mit verätzenden Mitteln wie Salicylsäure, Milchsäure oder Trichloressigsäure, wird ja die Warze Schicht für Schicht abgetragen.

Je weiter die Therapie fortgeschritten ist, desto tiefere Schichten der Warze erreicht man dann, so dass die Blutgefäße aus den unteren Hautschichten eher in Erscheinung treten können.

Falls dies bei Ihnen der Fall ist, so ist dies ein Hinweis darauf, dass bereits ein Großteil der obersten Hautschicht (Epidermis) abgetragen wurde. Dies ist an sich nicht schlimm, sondern auch gewünscht.

Allerdings besteht nun auch eine erhöhte Gefahr, dass die Warze zu bluten beginnt, wenn noch weitere Hautschichten abgetragen werden. Deswegen sollten Sie entweder eine kleine Pause einlegen oder die Intensität etwas reduzieren, um das Risiko von Blutungen zu stoppen.

Im weiteren möchte ich Ihnen etwas genauer erläutern, wie es zu den schwarzen Punkten auf Ihrer Warze kommen kann. Dazu muss ich ein wenig auf den anatomischen Aufbau der Haut eingehen. Ich versuche es aber, so einfach wie möglich zu halten.

Wie ist die Haut aufgebaut?

Unsere Haut besteht aus drei Schichten:

  1. Die unterste Schicht wird auch Unterhaut (Subcutis) genannt. Sie enthälten neben subkutanem Fettgewebe auch lockeres Bindegewebe sowie die größeren Blutgefäße.
  2. Darüber liegt die sogenannte Lederhaut (Dermis, Corium). Sie besteht überwiegend aus Bindegewebsfasern und glatter Muskulatur (zur Temperaturregelung).
    In ihr verlaufen nicht mehr die größeren Blutgefäße, sondern noch wesentlich kleinere Blutgefäße mit kleinerem Durchmesser, die sogenannten Kapillare (wegen ihrer so feinen Struktur auch Haargefäße genannt).
    In diesen kleinen Blutgefäßen findet der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe statt.
  3. Die Oberhaut (Epidermis) bildet die oberste Ebene. Sie besteht aus Epithelgewebe, welches je nach Belastung mehr oder weniger verhornen kann. Es entsteht dann je nach Stelle mehr eine mehr oder weniger dicke Hornhautschicht.

In welcher Hautschicht bildet sich die Warze?

Es kann zu einer Infektion von Epithelzellen durch ein Virus kommen, wenn es dem Virus gelingt, die Hornhautschicht und die natürliche Schutzbarriere der Oberhaut zu überwinden kann. Die Infektion mit Warzenviren wird durch leichte Verletzungen oder Risse in der Haut (Mikrotraumen) erleichtert.

Es kommt schließlich zur Infektion der Epithelzellen. Falls diese infizierten Zellen nicht rasch vom Immunsystem eliminiert werden können,  beginnen diese Warzenzellen zu wuchern und es entsteht eine Warze. Dieser Vorgang kann zwischen zwei und neun Monaten dauern. Erst dann wird die Warze mit bloßem Auge erkennbar.

In den meisten Fällen gehören die Warzenviren zur Familie der Humanen Papillomaviren. Lediglich sogenannte Dellwarzen werden durch einen Virusstamm aus einer anderen Familie ausgelöst, nämlich den Pockenviren.

Zuletzt gibt es noch die Stielwarzen und die Alterswarzen, denen keine Virusinfektion zugrunde liegt. Solche Warzen entstehen auf andere Art und Weise und sind nicht Thema dieses Artikels.

Blutversorgung von Haut und Warze – wie die schwarzen Punkte enstehen

Die Blutversorgung der Haut findet über die Blutkapillaren in der Lederhaut sowie durch etwas größere in der Unterhaut verlaufende Blutgefäße statt.

Die Warze selbst befindet sich als eine Wucherungen des Epithelgewebes in der Oberhaut, so dass die Blutversorgung der Warze ebenfalls durch darunterliegende Blutgefäße und Kapillare stattfindet.

Diese Blutgefäße sind also im Normalfall einfach nicht sichtbar, da sie sich unter der Warze befinden.

Unterschiedliche Möglichkeiten können dazu führen, dass die Blutgefäße in Form von schwarzen Punkten sichtbar werden:

  1. Die Blutgefäße wachsen von der Lederhaut nach oben in die Warze hinein. Genau dies ist der Fall, wenn die schwarze Punkte sichtbar werden, ohne dass Sie die Warze behandelt hätten.
  2. Die obersten Hautschichten wurden durch die Behandlung der Warze bereits so stark abgetragen, dass die Blutgefäße sichtbar werden. Da die oberste Hautschicht in diesem Falle sehr dünn ist, besteht eine erhöhte Gefahr für Blutungen (nach außen) oder Einblutungen (innen). Diese Einblutungen sind eine Art Mini-Bluterguß, bei denen das geronnene Blut in Form von etwas größeren Flecken sichtbar wird.

Haben Warzen einen Kern oder eine Wurzel?

Oftmals werden die schwarzen Punkte auch für den Kern oder die Wurzel der Warze gehalten. Dies ist jedoch falsch.

Warzen haben weder einen Kern noch eine Wurzel, wie manchmal behauptet wird. Es reicht also nicht aus, lediglich einen Kern oder eine Wurzel der Warze zu entfernen mit der Hoffnung, der Rest der Warze würde dann automatisch mitverschwinden.

Zwar haben Dornwarzen haben einen sogenannten Stachel, der in die Tiefe wachsen kann. Dieser Stachel bildet sich aber nur aus dem Grund aus, weil die Warze an der Fußsohle wegen des ständigen Druckes durch Stehen und Laufen nicht nach außen wachsen kann.

Der Stachel bzw. der Dorn solcher Warzen muss genauso wie jeder andere Teil einer Warze entfernt werden, um die Warze vollständig und nachhaltig zu beseiten. Bleibt nur ein minimaler Rest der Warze übrig, kommt es über kurz oder lang zur Neubildung der Warze.

Was bedeutet es, wenn sich die gesamte Warze schwarz verfärbt?

Die gesamte dunkle bis schwarze Verfärbung der Warze ist ebenfalls ein Phänomen, welches man sehr häufig während oder nach der Behandlung einer Warze beobachten kann. Es kommt nach dem Vereisen der Warze, aber auch nach der Verwendung von säurehaltigen Mitteln sowie nach dem Gebrauch von Hausmitteln vor.

Durch die Behandlung kommt es zu abgestorbenem Gewebe und abgestorbenen Hautfetzen. Diese treten in Form von dunklen Flecken in Erscheinung oder die gesamte Warze verfärbt sich dunkel bis schwarz. Es ist somit ein Anzeichen, dass die Behandlung der Warze anschlägt. Führen Sie ihre Behandlung einfach fort, wie Sie es bisher getan haben.

Was tun, wenn die Warze blutet?

Grundsätzlich ist es nicht außergewöhnlich, wenn eine Warze beginnt zu bluten. Warzen werden mit zunehmendem Alter immer größer und rauer. Dies kann zur Bildung von Hauteinrissen führen, die dann zu bluten beginnen können.

Auch bei der Behandlung von Warzen kommt es oft zu Blutungen, denn durch das Abtragen der Hautschichten wird die Haut immer dünner und anfälliger für Verletzungen. Setzen Sie in diesem Falle einfach Ihre Behandlung für ein paar Tage aus, damit sich die Haut generieren kann.

Falls es nach der Wiederaufnahme der Behandlung erneut zu Blutungen kommt, sollten Sie die Intensität der Behandlung reduzieren, z.B. das Warzenmittel nur noch alle zwei Tage statt jeden Tag auftragen.

Blut an solches ist eigentlich nicht ansteckend, da sich die Warzenviren nur auf der Hautoberfläche befinden. Dennoch kann das Blut dazu beitragen, die Viren, die sich auf der Warze und der Hautoberfläche befinden, zu verbreiten. Die Viren gelangen also erst von der Hautoberfläche in das bereits ausgetretene Blut. Dieses sollten Sie deswegen immer abtupfen. Außerdem ist es ratsam, die Hände zu desinfizieren und gut zu waschen.

Falls es immer wieder zu Blutungen kommt oder falls Sie die Blutungen nicht selbst in den Griff bekommen, sollten Sie jedoch nicht zögern, einen Hautarzt aufzusuchen.

Was bedeuten die roten Punkte auf der Warze?

Die roten Punkte haben die gleiche Ursache wie die schwarzen Punkte. Es handelt sich hierbei also ebenfalls um kleinste Blutgefäße. Ist das Blut bereits geronnen, sind die Punkte dunkel bis schwarz; das ungeronnene Blut führt dagegen zu roten bis dunkelroten Punkten.

Fazit

Sowohl schwarze als auch rote Punkte sind nichts Außergewöhnliches und sind kein Grund zur Beunruhigung. Denn es  handelt sich hierbei lediglich um harmlose Blutgefäße mit rotem oder dunklem geronnenem Blut.

Auch eine Verfärbung ins Dunkle oder Schwarze, wie sie während oder nach der Behandlung von Warzen vorkommt, ist vollkommen normal.

Falls es bei der Warze jedoch zu Blutungen kommen sollte, ist erhöhte Vorsicht wegen der Gefahr der Verbreitung der Warze geboten.

Quellen:

  1. https://www.bruckmeireich.de/pdf/Warzenmerkblatt.pdf
  2. https://www.chirurgie-portal.de/haut-dermatologie/warzen-dornwarzen-kondylome/warze-faerbung-schwarz-dunkel.html
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Haut
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Kapillare_(Anatomie)
  5. http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-kinderkrankheiten/hauterkrankungen-hautinfektionen-parasiten/warzen/erscheinungsbilder-und-diagnostik/2682-blutende-warze-ist-das-gefaehrlich.html
  6. https://www.praxisvita.de/was-hilft-gegen-warzen-4320.html


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